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Milchmarkt

Niedersachsen holt 2017 beim Milchpreisvergleich auf

DMK-Molkerei-Zeven-Niedersachsen
Jan-Gerd Ahlers, LAND & Forst
am
01.08.2018

Für die Milchviehhalter in Niedersachsen verlief das Jahr 2017 wieder erfreulicher. Die Ergebnisse des Milchpreisvergleichs haben wir hier zusammengestellt.

Das Jahr 2017 verlief für die Milchviehhalter in Niedersachsen wieder erfreulicher. Die Auszahlungspreise für konventionell erzeugte Milch sind im vergangenen Jahr merklich gestiegen. Der Vergleichspreis für Niedersachsen legte um 10,2 Ct auf 36,17 Ct/kg zu. Das war der bislang stärkste Anstieg innerhalb eines Jahres sowie das dritthöchste Ergebnis seit der Jahrtausendwende.

Gleichzeitig wurden damit die Ergebnisse der beiden äußerst schwachen Vorjahre deutlich übertroffen, die Spitzenwerte aus 2013 und 2014 jedoch nicht ganz erreicht. Alle im Text genannten Preise beziehen sich auf eine Milch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß sowie eine Jahresanlieferung von 500 t.

Butter so teuer wie nie zuvor

Der Milchmarkt hat sich im Jahr 2017 spürbar erholt. Butter stieg auf ein neues Allzeithoch und die Verbraucher mussten im Lebensmitteleinzelhandel so viel wie noch nie für ein Päckchen Deutsche Markenbutter bezahlen. Auch die Preise für Käse zogen merklich an.

Aufgrund der hohen Lagerbestände an Magermilchpulver in der EU blieb die Eiweißseite hingegen das Sorgenkind. Auch bei den Frischmilcherzeugnissen lagen die Erlösmöglichkeiten lange unter jenen für Milchfett.

Hoya an der Spitze

Während im Vorjahr in Deutschland kein norddeutsches Unternehmen an der Spitze zu finden war, gelang dies 2017 gleich vier Nordlichtern, darunter zwei Niedersachsen. Die Molkerei Grafschaft Hoya eG schaffte es mit 39,72 Ct/kg sogar an die Tabellenspitze. Für die im niedersächsischen Asendorf ansässige Genossenschaft war das Geschäft mit der Versandmilch sehr einträglich. Sie gehört mit 57 Mio. kg Milcherfassung allerdings eher zu den kleineren Unternehmen.

Die Molkerei Lamstedt schaffte mit 37,64 Ct/kg auch den Sprung unter die ersten zehn bundesweit. Auch sie zählt mit einer Menge von rund 132 Mio. kg eher zu den kleineren Unternehmen und hat sich mit ihren Produkten von der Trinkmilch über Butter bis hin zu Schichtkäse und Quark in dem für Frischeproduzenten nicht einfachen Marktumfeld gut geschlagen.

Den Vergleich mit allen Molkereien in Niedersachsen gibt in der aktuellen LAND & Forst-Ausgabe 31/18.

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