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Geflügel

In Niedersachsen wird das meiste Geflügelfleisch produziert

von , am
22.05.2013

Die gewerblichen Schlachtunternehmen in Deutschland produzierten im ersten Quartal 2013 rund zwei Millionen Tonnen Fleisch. Wie sich das Aufkommen an Geflügelfleisch entwickelte, lesen Sie hier.

Die Hälfte der deutschen Geflügelfleischproduktion stammt aus Niedersachsen. © landpixel

Die Fleischproduktion der Schlachtunternehmen entspricht in etwa der des Vorjahres, wie das statistische Bundesamt jetzt mitteilte. Innerhalb der Tierarten fiel die Entwicklung recht uneinheitlich aus. Das Aufkommen an Geflügelfleisch verringerte sich gegenüber dem vergangenen Jahr um 0,4 % auf 352.000 Tonnen.
 
Der größte Anteil stammt aus der Junghühnermast. Nur dieser Sektor konnte einen leichten Anstieg verzeichnen. An Putenfleisch wurden im ersten Quartal lediglich 216.000 Tonnen erzeugt, ein Minus von gut einem Prozent. Insbesondere im März fielen die Schlachtungen deutlich geringer aus. Ursache ist nach Angaben der Marktinfo Eier und Geflügel, Bonn(MEG) eine Produktionsanpassung der Branche, die im September/Oktober vergangenen Jahres die Bruteiereinlagen kräftig reduzierte. Auch im weiteren Jahresverlauf rechnen die Bonner Marktexperten nicht mit einer deutlichen Erholung der Erzeugung, denn auch im ersten Quartal 2013 lag der Putenschlupf unter Vorjahresniveau.

204.600 Tonnen der gesamten Geflügelfleischproduktion stammen aus Niedersachsen, und damit nahezu ebenso viel wie im Vorjahr. An zweiter Stelle mit 37.600 Tonnen folgt Bayern. Nach dem Rückgang der Schweinefleischerzeugung im vergangenen Jahr, stiegen aktuell die Schlachtungen wieder. Im Betrachtungszeitraum kamen mit rund 14,7 Millionen Schweinen gut ein Prozent mehr Tiere an den Haken. Die Schlachtungen konzentrieren sich in Deutschland auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen mit knapp 4,94 Millionen Schweinen und Niedersachsen mit 4,76 Millionen. In Niedersachsen war dies ein Plus von rund fünf Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2012. Die Abwärtstendenz der letzten Jahre bestätigend, fiel die Rindfleischproduktion bundesweit um 6,4 % auf 272.500 Tonnen, berichtete das Stat. Bundesamt. Vom Rückgang in der Rindfleischproduktion sind alle Tierkategorien betroffen. Da sich der Rinderbestand in Deutschland im vergangenen Jahr leicht stabilisiert hat, dürfte auch die Rindfleischproduktion im weiteren Jahresverlauf nicht mehr so kräftig abnehmen.
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