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Veranstaltung

Osnabrücker Geflügelsymposium: Nicht jeder Export ist Teufelszeug

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Christa Diekmann-Lenartz, LAND & Forst
am
23.05.2018

Das Osnabrücker Geflügelsymposium, ist längst zum festen Branchentermin geworden. Markt, Tiergesundheit und Tierwohl waren die Themen - bei einem durchweg hohen Praxisbezug.

Weiterentwicklung der Produktion

Seine Antrittsrede bei der Geflügelwirtschaft dürfte auf viel Wohlwollen bei den Zuhörern gestoßen sein: Prof. Dr. Ludwig Theuvsen, neuer Abteilungsleiter Landwirtschaft im Niedersächsischen Landwirtschaftministerium, machte in Osnabrück deutlich, dass sein Haus hinter der Exportorientierung der Branche steht: „Wir sind nicht mehr der Meinung, dass jeder Export Teufelszeug ist,“ sagte er in Anspielung auf den Vorgänger seiner Chefin Barbara Otte-Kinast.

Gerade vor dem Hintergrund, dass der Geflügelfleischmarkt in Deutschland höchstens noch marginal wächst, komme dem Export große Bedeutung bei. Gleichzeitig sehe sein Haus, so Prof. Theuvsen, die Notwendigkeit, die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher zu erhöhen. Dafür brauche es eine Weiterentwicklung der Produktion in Richtung mehr Tierwohl und Nachhaltigkeit. Dabei betonte er: „Alles, was das Ministerium in Angriff nimmt, soll nicht nur den Tieren gut tun, sondern auch den Landwirten.“

Die Folgen abschätzen

In diesem Sinne sei auch im Niedersächsischen Tierschutzplan, der weitergeführt wird, der Bereich Folgenabschätzung wieder mit aufgenommen worden. Die Wettbewerbsfähigkeit für hiesige Betriebe zu erhalten, nannte er denn auch als wichtiges Ziel seines Hauses.

Das Osnabrücker Geflügelsymposium zeichnet sich dadurch aus, dass es immer eine ganze Reihe von Fachvorträgen mit hohem Praxisbezug gibt - für Legehennenhalter, Hähnchen-, Puten- und Entenmäster. Das hieß in diesem Jahr die Vorstellung neuer Möglichkeiten zur Bekämpfung der Roten Vogelmilbe und von Tierschutzindikatoren. Der aktuelle Kenntnisstand zum Schnabelkürzen bei Puten war ebenso Thema wie die Voraufzucht von Masthähnchenküken in der Brüterei.

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