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Antibiotika-Monitoring

Reduzierter Antibiotika-Einsatz künftig schwieriger

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Christa Diekmann-Lenartz, LAND & Forst
am
11.03.2016

Die neuen Zahlen des Antibiotika-Monitorings zeigen dessen großen Erfolg. Die Therapiehäufigkeit ist durchweg deutlich gesunken. Eine weitere Reduzierung wird jedoch schwieriger, glaubt LAND & Forst-Redakteurin Christa Diekmann-Lenartz.

Einen großen Erfolg zeigen die neuen Zahlen des Antibiotika-Monitorings: In nur einem Jahr ist die Therapiehäufigkeit deutlich gesunken, in der Schweinemast zum Beispiel um über 50 %.

Die Kehrseite: Eine weitere Reduktion wird in den nächsten Halbjahren immer schwieriger, die Spanne zwischen Wenig- und Vielverbraucher immer kleiner.

Überschreitung der Antibiotika-Kennzahlen eher wahrscheinlich

Damit wächst die Wahrscheinlichkeit, als Betrieb in den oberen Vierteln zu landen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu müssen. Bei Mastrindern ist es heute schon so, dass eine einzige Behandlung ausreichen kann, die obere Kennzahl zu überschreiten.

Kranke Tiere müssen behandelt werden

Das Ziel, den Antibiotikaeinsatz zu minimieren, muss weiter verfolgt werden, von jedem einzelnen Mäster, ohne Zweifel. Wer als Landwirt seine Tiergesundheit im Griff hat, sollte sich künftig aber keine übertriebenen Sorgen machen, wenn er einmal in den oberen Segmenten liegt.

Kranke Tiere müssen behandelt werden, das sollte man selbstbewusst vertreten. Und bei der Einschätzung, wo es dann noch Ansätze für Verbesserungen gibt, darf auch Augenmaß von den Kontrollbehörden erwartet werden.

 

 

 

 

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