Login
Pferde

Schau und Show

von , am
19.02.2013

Der Verein Hannoveraner Privathengsthalter arbeitete von Anfang an eng mit dem Hannoveraner Verband zusammen. Jetzt gab es die 23. Hengstschau der Hannoveraner Privatbeschäler in Verden.

Dante Weltino v. Danone I erwies Großvater De Niro die Ehre. © Schwöbel

Reges Treiben herrschte im Stalltrakt, als man ab 15 Uhr beim traditionellen Klönen auf der Stallgasse die herausgebrachten Hengste schon einmal in Augenschein nehmen konnte. Punkt 17 Uhr saßen alle gespannt auf ihren Plätzen in der Niedersachsenhalle, als Jan Tönjes und Hartmut Kettelhodt den fast 50 Hengste umfassenden Marathon eröffnete.
Eingeladen waren wieder vierjährige gekörte und leistungsgeprüfte Junghengste, die sich in der Hannoveraner Zucht befinden. Als bester junger Dressurhengst wurde der Danciersohn Dancing World (Z.: Horst Wesch, Ankelohe) ausgezeichnet.
Für den verhinderten Züchter nahm Horst Kruse, der Besitzer des Youngsters, den Weltmeyerpreis entgegen. In dieser Saison wird Dancing World auf der Station Famos zu finden sein.

Mit dem Stakkatopreis wurden Mathieu Beckmanns vermögender Statinus v. Stakkato (Z.: Klaus Bünger, Oetzen) und der hoch elegante, doppelt veranlagte Prämienhengst Viscount v. Valentino (Z. : Rainer Schuster, Haag) des Landgestüts Celle ausgezeichnet. Nicht nur Publikumsliebling bei seiner Körung, sprang und trabte er sich auch bei der Privatbeschälerschau schnell in die Herzen der Zuschauer.

Die Hengste des Hannoveraner Springpferdeprogramms zeigten viele junge Hoffnungsträger, wie den von Maurice Tebbel vorgestellten Stakkatosohn Stakko oder Campus v. Calido der Station Appenriede unter dem Sattel von Sandra Auffahrt.
Souverän und überaus vermögend zeigte sich Celles weißer Riese Grey Top v. Graf Top und machte einmal mehr Werbung für die G- Blutinititative. Das Gestüt Famos hatte neben dem Catokisohn Commissario auch wieder Van Helsing v. Valentino mit nach Verden gebracht. Dressurmäßig hat man in Wachendorf mit Don Marco v. Don Frederico ebenfalls einiges zu bieten. Selbstverständlich war auch Famos Star, Contendro I, mittlerweile 16 Jahre jung und sprühend vor Energie und Frische, dabei.

Locker und einem Jungpferd gerecht, so präsentierte Susann Pape Lemony`s Nicket von Londonderry in der Dressurdemon-stration mit Jonny Hilberath. Ebenso wussten die anderen Hengste der Station zu begeistern. Scuderia v. Sir Donnerhall, gerade frisch von der Hannoverschen Anerkennung, zeigte sich von seiner besten Seite.

Tannenhofs Fahrenheit v. Fidertanz demonstrierte den nächsten Schritt der Ausbildung, kommentiert von Jonny Hilberath, während Hampton der Station Meyer Dorum diesen Programmpunkt mit Ausschnitten der Klasse S abschloss. Edelblut vom Feinsten, dafür standen zwei weitere Anerkenner: bewegungsstark Klosterhof Medingens Herbstkönig v. Interconti mit Theresa Wahler und der besonders typvolle Imperiosohn Schwarzgold des Gestüts Hörem der Familie Poll, der seine Reiterin Anna Sophie Fiebelkorn nur so strahlen ließ.

De Niro v. Donnerhall hatte Burkhard Wahler mit nach Verden gebracht, um den weltbesten Dressurvererber zu feiern. Theres Nilshagen und De Niros Großsohn Dante Weltino v. Danone I des Leistungszentrums Lodbergen, gaben eine Galavorstellung für dieses Leistungsblut.

Rittig und elegant wusste Norbert Bramlages Goldfever II v. Grosso Z unter dem Sattel von Markus Hermes zu gefallen und betonte ein weiteres Mal die Wichtigkeit der G-Blutinitiative.Lektionssicher kamen die Tasdorfer Hengste King Arthur mit Petra Wilm und Almoretto, präsentiert von Hartmut Burfeind, daher. Den krönenden Abschluss bildete der bereits Erfolge im Nürnberger Burgpokal vorweisende Damsey v. Dressage Royal, vorgestellt vom Chefbereiter der Station Meyer, Dorum Steffen Frahm. Einhändig passagierend über die Mittellinie hinaus, das brachte noch einmal Stimmung und der tosende Beifall des Publikums war ihm sicher.

Und das braucht es auch bei diesen Veranstaltungen: Schau und Show müssen Hand in Hand zusammengehen und bei der Privathengstschau in Verden ist man bemüht, diesen Balanceakt immer wieder gelingen zu lassen.
Auch interessant