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Rind

Schon früh mit Biomilch gestartet

von , am
29.04.2015

Ulrike und Heinrich Meier-Köpke stellten 1988 ihren Hof auf ökologische Wirtschaftsweise um. Was das für ihre Milchproduktion und den Ackerbau bedeutete, lesen Sie in der LAND & Forst Nr. 18.

Heinrich Meier-Köpke im Laufstall mit Stroheinstreu für 80 Tiere. © Ahlers
Seitdem wirtschaften sie nach den Bioland-Kriterien. Dabei starteten sie ihre dreijährige Umstellungsphase auf ihrem Betrieb in Hessisch-Oldendorf mit 7 ha Winterweizen. Die Unkrautbekämpfung ohne chemische Pflanzenschutzmittel war zwar schwieriger, aber die Erträge waren gut und der Deckungsbeitrag mit konventionellen Zuckerrüben vergleichbar. Es folgten Roggen, der für 110 DM/100 kg an eine Bäckerei verkauft werden konnte,  Kleegras als Futterpflanze und gute Vorfrucht für Hackfrüchte sowie 1990 der Einstieg in die Kartoffelproduktion."Die Umstellung verlief reibungslos", zieht Heinrich Meier-Köpke, dessen Steckenpferd der Ackerbau ist, rückblickend eine durchweg positive Bilanz.

Auch Karotten ins Programm

Die Arbeit wurde zunächst fast ausschließlich mit den Familienangehörigen erledigt, da die rüstigen Eltern des Landwirts auch noch viele Routineaufgaben abnahmen. Außerdem wurden nach und nach immer mehr Aushilfskräfte beschäftigt. Heute sind unter anderem auch zwei Auszubildende auf dem Hof beschäftigt. Ab 1993 wurden Karotten mit in das Programm aufgenommen, wohlwissend, dass Sonderkulturen speziell im Ökolandbau aufgrund des Jätens mit besonders viel Handarbeit  verbunden sind, weshalb bis heute Saisonarbeitskräfte zum Einsatz kommen. Inzwischen gehören neben den verschiedenen Getreidearten auch rote Beete und Öllein zum Anbauprogramm.

Mitte der 90er Jahre stieg die allgemeine Nachfrage nach Milch in Bioqualität, so dass Meier-Köpke die Milch seiner Kühe zusammen mit der Milch anderer ökologisch wirtschaftender Kollegen an die Molkerei Hameln als Bio-Produkt lieferte. Es gab einen Biomilchzuschlag von 20 Pfennig, maximal 70 %  der Milchmenge konnte tatsächlich als Biomilch vermarktet werden, so dass unterm Strich der  maximal erreichte Zuschlag bei 14 Pf. lag. Das Ziel einer höherwertigen Verwertung wurde knapp erreicht, da sich die Mehrkosten auf 12 bis 14 Pf. beliefen.
 
Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen LAND & Forst Ausgabe 18/2015 auf den Seiten 42 bis 43. Möchten Sie die LAND & Forst für einen Monat gratis zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier… ...
 
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