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Schweinehaltung

Schweinefleisch: Preise steigen wegen Grillnachfrage

dpa/Ini
am
14.06.2016

Damme - Nach längerer Durststrecke freuten sich die Schweinemäster wieder über gestiegene Erlöse. Ein Grund ist die Grillsaison.

Die Erlöse der Schweinemäster sind wieder gestiegen. "Im Mai haben die Preise für Schweinefleisch wieder ganz gut angezogen", sagte der Marktexperte der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands, Matthias Quaing. Die Nachfrage sei gestiegen.

Auch Gastronomie und Grillen rund um die Übertragungen der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich spielten dabei eine Rolle.

Vermutlich kein weiterer Anstieg der Schweinefleischpreise

Im Moment habe sich der Schlachtpreis bei 1,50 Euro pro Kilogramm eingependelt. Im Februar lag er noch bei 1,24 Euro. Allerdings rechnet Quaing nicht mit einem weiteren Anstieg. "Die Schlachtunternehmen bremsen ein wenig und versuchen, die Preisentwicklung zu begrenzen."

Nachfrage nach Schweinefleisch in Asien gestiegen

Die wieder anziehenden Schlachtpreise für Schweine haben nach Angaben von Verbandsvertreter Quaing noch zwei weitere Gründe. Einmal sei die Nachfrage nach Schweinefleisch aus Asien deutlich gestiegen. "Allein nach China sind in den ersten Monaten 2016 fast 80 Prozent mehr Schweinefleisch geliefert worden als im Jahr 2015." Das gleiche den wegen des Embargos gesperrten russischen Markt wieder aus.

Zugleich sei das Angebot an Schweinefleisch insgesamt gesunken. Im ersten Quartal 2016 seien 2,5 Prozent weniger Schweine geschlachtet worden als im Vorjahreszeitraum. Mit einem Anstieg der Produktion angesichts der besser gewordenen Preise rechne er aber nicht.

Schlachtpreise von 1,60 Euro benötigt

Hingegen sagte Tim Koch von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft in Bonn, ob sich wirklich Sondereffekte durch ein Sportgroßereignis wie die Fußball-Europameisterschaft nachweisen ließen, sei eher zweifelhaft: "Es ist ganz normal, dass im Sommer gegrillt wird." Entsprechend gingen die Preise ein bisschen hoch.

Die Schweinehalter freuten sich über den Aufwärtstrend der Preise. Um kostendeckend zu produzieren, benötigten sie aber einen Schlachtpreis von 1,60 Euro.

Auch Geflügelfleisch stärker nachgefragt

Auch bei Geflügelfleisch gebe es in der Grillsaison eine höhere Nachfrage, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft, Friedrich-Otto Ripke. Vor allem Hähnchen sei dann gefragt. "Die Europameisterschaft sorgt sicherlich auch dafür, dass mehr gegrillt wird", ergänzte er.

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