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Fleischwaren

VEZG: Tierwohllabel in Haltungskennzeichnung einbeziehen

Ferkel in Stall
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
23.03.2018

Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften Vieh und Fleisch (VEZG) spricht sich für eine Haltungskennzeichnung "Fleisch und Fleischwaren" mit Tierwohllabel aus.

Die VEZG unterstützt den Vorschlag des Deutschen Bauern Verbandes, verpflichtend eine Haltungskennzeichnung für Fleisch und Fleischwaren einzuführen:

  1. Dabei sollten Synergien mit der bereits eingeführten Brancheninitiative ITW genutzt werden. Das geplante staatliche Tierwohllabel ist in die Haltungskennzeichnung mit einzubeziehen.
  2. Fleischerzeugnisse von Tieren, die nicht nach deutschem gesetzlichen Standard gehalten wurden, sind klar als solche zu kennzeichnen, z.B. mit einer „0“.
  3. Es sind alle in- und ausländischen Fleisch- und Wurstwaren in die Kennzeichnung einzubeziehen. Nur so steht dem Verbraucher ein breites Sortiment zur Verfügung und er kann eine noch bewusstere Kaufentscheidung treffen.
  4. Aus Sicht der VEZG beginnt Tierwohl bereits bei der Ferkelerzeugung, deshalb müssen die Haltungskriterien für Schweine dort beginnen und ein rückverfolgbares, durchgängig kontrollierbares System geschaffen werden. Nur so ist gewährleistet, dass ein Mehr an Tierwohl für den Verbraucher transparent und konsequent ist. Für den Verbraucher muss der Unterschied bei der Kaufentscheidung klar erkennbar sein.
  5. Die VEZG fordert den Lebensmitteleinzelhandel auf, für die einzelnen Erzeugungsstufen die Haltungskriterien zu definieren und am Endprodukt unterscheidbar zu machen.
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