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Schweinehaltung

Wirtschaftsjahr 2014/15: Nettoerlös für Bioschweine

AgE
am
08.02.2016

Oldenburg - Biologisch produzierende Schweinehalter konnten im Wirtschaftsjahr 2014/15 meist Geld mit ihren Tieren verdienen. Der Nettoerlös für Bioschweine ist in Niedersachsen gegenüber 2013/14 im Mittel um 0,19 Euro oder 6,1 % auf 3,31 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) angestiegen.

Eine stärkere Nachfrage des Lebensmitteleinzelhandels für Bioschweinefleisch und der Einstieg neuer Vermarktungsakteure in den Markt hätten die Nachfrage und Preise merklich steigen lassen. Das gab die Landwirtschaftskammer Niedersachsen jetzt bekannt.

Direktkostenfreie Leistung je Mastschwein ist gestiegen

Zwar seien für die Mäster die Einstandspreise für Ferkel um 13,50 Euro auf durchschnittlich 130,50 Euro pro Stück nach oben gegangen, doch habe es auf der anderen Seite auch etwas Entlastung durch sinkende Futterpreise gegeben. Die direktkostenfreie Leistung je Mastschwein stieg laut Kammerangaben auf 46,70 Euro und übertraf damit das schwache Vorjahresniveau um 13,53 Euro oder 40,8 %.

 

Gutes Jahr für Ferkelproduzenten

Gut lief es 2014/15 nach Berechnungen der Kammer auch für die Ferkelproduzenten: Die direktkostenfreie Leistung je Sau mit 20 verkauften Ferkeln verbesserte sich gegenüber dem schlechten Wirtschaftsjahr 2013/14 um 42,9 % auf 968,60 Euro, womit das Fünfjahresmittel um rund 100 Euro übertroffen wurde.

 

"Schweinenotstand" am Bioschweinemarkt

Der Kammer zufolge stellt sich die Situation am Bioschweinemarkt für die Erzeuger aktuell sogar noch positiver dar. Experten sprächen aufgrund des knappen Angebots von einem regelrechten „Schweinenotstand“ und für Mastschweine in Norddeutschland ließen sich im Schnitt 3,62 Euro/kg SG erzielen, teilweise sogar 3,80 Euro.

 

Bioschweinemarkt langfristig auf Wachstum ausgerichtet

Die Futtermittelkosten bewegten sich trotz gestiegener Eiweißfuttermittelpreise insgesamt weiter auf einem moderaten Niveau. Nach Einschätzung des Kammerexperten Jan Hempler scheint der Bioschweinemarkt nun langfristig auf Wachstum ausgerichtet zu sein.

Der jüngste Preisanstieg sei nötig gewesen, denn erst mit Erlösen, wie sie im vergangenen Wirtschaftsjahr erreicht worden seien, mache es für Betriebe mit mittleren Leistungen Sinn, in die ökologische Schweinehaltung zu investieren, erklärte Hempler. Um auf Dauer ökonomisch zu wirtschaften, müsse neben guten Leistungen auch auf langfristige vertragliche Bindungen mit dem Handel geachtet werden.

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