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Agrarpolitik

Überschüsse stehen weiter im Fokus

von , am
18.03.2015

Der zweite Nährstoffbericht für Niedersachsen unterscheidet sich in der Grundaussage nicht wesentlich von seinem Vorläufer. Die LAND & Forst stellt den Bericht vor.

Neue Daten, gleiches Erkenntnis: Kammerpräsident Gerhard Schwetje, LWK-Fachbereichsleiter Franz Jansen-Minßen und Minister Meyer (v. l.) präsentierten den zweiten Nährstoffbericht. © Hildebrandt

Die wichtigsten Kennzahlen des Berichts lauten: Der Nährstoffanfall aus Dung und Gärresten ist von 2013 bis 2014 im Vergleich zu 2012 bis 2013 um 2,6 Mio. t auf insgesamt 59,2 Mio. t angestiegen. Für die Datengrundlage wurde Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft, Gärreste aus NaWaRo-Biogasanlagen, Gärreste aus Abfallanlagen, Klärschlamm, Pilzkultursubstrate  sowie Im- und Exporte von Wirtschaftsdünger erfasst. Insgesamt sind etwa 11.600 abgebende und rund 21.700 aufnehmende Betriebe verzeichnet worden.

Lastwagen bis nach Rom

Die Auswertung des Zeitraumes 1. Juli 2013 bis 30. Juni 2014 hatte die Landwirtschaftskammer (LWK) im Auftrag des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums vorgenommen. Beide präsentierten die umfassende Dokumentation der Presse am Dienstag. Minister Meyer bemühte einen plastischen Vergleich: Der  Anstieg an Nährstoffen entspräche einer Lastwagen-Schlange von Hannover bis Rom, sagte er. Und noch etwas war ihm aufgefallen: Obwohl sich die Menge an Wirtschaftsdünger, die aus Weser-Ems in andere Regionen abgegeben wurde, um 500.000 t auf 2,28 Mio t erhöhte, bleibt das Flächendefizit fast unverändert. "Das ist alarmierend und macht mir große Sorgen", sagte Meyer.
 
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