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Wirtschaft & Unternehmen

75 Jahre Otto Schröder Tiefbau: Ein verlässlicher Partner der Landwirtschaft

von , am
06.03.2014

Drei Generationen im Baugeschäft: 1939 gründet Otto Schröder ein Tiefbauunternehmen in Schneverdingen. Heute führen Annegret Schröder, Heinrich-Günter Stucke-Schröder und ihr Sohn Hanno Schröder in zweiter und dritter Generation die bundesweit tätige Firma.

Langjähriges Engagement kennzeichnet auch die gut 150 Mitarbeiter: Qualifizierte Fachkräfte und leitende Ingenieure gehören zum Teil schon seit Jahrzehnten zum Team. Das Markenzeichen von Otto Schröder: Zukunftsweisende, bodenschonende Techniken. Seit 75 Jahren setzt das Familienunternehmen dabei auf Nachhaltigkeit, Qualität und kompetente Kundenberatung.
 
Am 1. März 1939 meldet Otto Schröder bei der Industrie- und Handelskammer die Gründung der „Otto Schröder Tief- und Kulturbau GmbH“ an. Mit vier Hilfskräften mäht er Heide, fällt Bäume, entfernt die Stubben und planiert Flächen. Nach Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft fängt Otto Schröder wieder neu als Tiefbauer an, baut Kanäle und Vorfluter und übernimmt Rodungsarbeiten. Seit 1947 geprüfter Sprengmeister, sprengt er alte Rohrleitungen oder Trassen für den Straßenbau und entfernt für die Landwirte Felsen. 1951 beschäftigt er bereits sechs Leute.
 
Im „Wirtschaftswunder“ seit Mitte der 1950er Jahre baut Otto Schröder nach und nach einen umfangreichen Maschinenpark aus Baggern, Raupen, Dränagemaschinen, Transportern und Lkw auf. Durch Arbeiten zur Entwässerung und Flurbereinigung (1980 sind es bis weit über 1.000 ha Flächendränage in einem Jahr) wächst das Unternehmen und in den 1960er Jahren verlegt Otto Schröder für Fernmeldeämter die ersten Telefonkabel, bald auch überregionale Fernkabelstrecken. Nach seinem Tod 1977 übernimmt Annegret Schröder die Leitung des schnell wachsenden Tief- und Kulturbauunternehmens.
 
Unter ihrer Führung spezialisiert sich das Tiefbauunternehmen in den 1990er Jahren auf die Verlegung von Glasfaserkabeln sowie die Unterquerung von Flüssen und Straßen durch Leerrohre. Zeitgleich werden im Kulturbau immer mehr Flüsse und Bäche renaturiert, Klärteiche und Regenrückhaltebecken angelegt. Nach der Wiedervereinigung gründet Otto Schröder Tiefbau 1991 eine Niederlassung in Wittstock und ist maßgeblich daran beteiligt, in den neuen Bundesländern moderne Glasfasernetze zu verlegen. Bis heute ist die Rohr- und Kabelverlegung ein wichtiges Arbeitsgebiet von Otto Schröder Tiefbau ebenso die landwirtschaftliche Flächendränung und der Vorflutbau. Hinzu kommt ganzheitlicher Umweltschutz durch die Renaturierung von Bach- und Flussläufen, die Gewässersanierung, die Anlage von Feuchtbiotopen oder Klärteichen. Mit seinen modernen Maschinen ist Otto Schröder Tiefbau heute bundesweit aktiv.
 
Die Energiewende und damit der Ausbau alternativer Energieerzeugungsarten löst in der landwirtschaftlichen Kundschaft der Firma eine Investitionswelle aus. Biogasanlagen, Gasleitungen und Blockheizkraftwerke mit nachgelagerten Nahwärmenetzen werden in großem Umfang projektiert und errichtet.
 
Frühzeitig und langfristig plant man in Schneverdingen den kommenden Generationenwechsel. Der Wirtschaftsingenieur Hanno Schröder, Enkel des Firmengründers, arbeitet seit 2010 in dem Unternehmen und wird 2016 die Geschäftsführung übernehmen. Dann werden auch die Jubiläumsfeierlichkeiten stattfinden.
 
Mehr Infos unter www.schroeder-tiefbau.de oder Tel. 05193-8090.
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