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Wirtschaft & Unternehmen

Agrargespräche der K+S KALI GmbH

von , am
11.02.2015

Die K+S KALI GmbH hat im Vorfeld der AGRAR Unternehmertage den Handel und die Beratung zu den Agrargesprächen in Münster eingeladen. In diesem Jahr gab es im Bereich Pflanzenernährung eine Diskussion zu den rechtlichen Rahmenbedingungen, die Verbesserung der N-Effizienz und damit auch die Interaktion unter den Nährstoffen.

Zur Nährstoffsituation in NRW und der anstehenden Novellierung der Düngeverordnung berichtete Dr. Eisele vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen. Dabei zeigte er auf, dass einige Umweltziele trotz aller Anstrengungen bisher nicht erreicht wurden. Zu nennen sind hier ein N-Bilanzsaldo von < 80 kg N/ha, eine deutliche Ammoniakminderung und ein guter ökologisch/chemischer Zustand der Gewässer. Diese sind aus Sicht des Ministeriums einige der Gründe, warum eine veränderte Fassung der Düngeverordnung erforderlich ist. Somit kommen auf die Betriebe nach heutigem Stand zusätzliche Auflagen zu, wie z.B. eine verpflichtende Düngebedarfsermittlung für N + P. Ebenso werden Sperrfristen und Ausbringungstechnik im Bereich organischer Dünger neu gefasst wie auch der Nährstoffvergleich mit den künftig noch zulässigen P-Überhängen neu definiert.
 
Wie Christoph Wedde von der K+S KALI GmbH ausführte, ist für die Landwirtschaft folglich ein noch effizienterer Umgang mit Stickstoff und Phosphor notwendig, um die Umwelt zu schonen und möglichst geringe Ertragseinbußen zu verbuchen. Ein Instrument dazu besteht in dem Ausgleich fehlender Nährstoffe wie Kalium, Magnesium und Schwefel. Kalium kann Stickstoff im Boden mobilisieren, indem es dessen Platz an den Tonmineralien einnimmt. Durch Magnesium wird das Wurzelwachstum gefördert – somit können N- und P-Fraktionen im Boden vermehrt erschlossen werden. Kalium, Magnesium und Schwefel katalysieren Stoffwechselvorgänge in der Pflanze, d.h. der Umbau des aufgenommenen Stickstoffs zu Aminosäuren und letztlich auch Proteinen wird durch diese Nährstoffe gefördert.
 
Die Düngeempfehlungen nach den VDLUFA-Richtwerten haben sich bewährt und sind im Gegensatz zu anderen Methoden an langjährigen Feldversuchen geeicht. Wie die Aussagefähigkeit und auch die Ausnutzung von Nährstoffen verbessert werden kann, wurde durch Reinhard Elfrich von der K+S KALI GmbH behandelt. Es macht demnach Sinn, wenn die Mineralien in einem ausgewogenen Verhältnis der Pflanze zur Verfügung stehen. Sicherlich am besten erforscht ist in diesem Zusammenhang der Antagonismus zwischen Kalium und Magnesium – hier wird eine Relation von 3:1 bzw. zu Blattfrüchten 2,5:1 angestrebt. Bezogen auf die praktische Düngung ist daraus herzuleiten, dass eine Kombination von Kalium mit schnell löslichem Magnesium vorteilhaft ist. Daher werden vielfach kombinierte Kalidünger wie Korn-Kali oder Magnesia-Kainit eingesetzt.
 
Anhand des Liebig’schen Fasses wurde auf dem K+S-Stand in Münster verdeutlicht, dass die N-Effizienz durch Zufuhr anderer Nährstoffe wie Kalium, Magnesium und Schwefel verbessert werden kann. Ebenso gibt es eine verbesserte Kalium-Effizienz durch parallele Applikation von Magnesium und Schwefel.
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