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Wirtschaft & Unternehmen

Alö: Frontladerwerkzeuge aus China

von , am
31.08.2015

Der schwedische Alö Konzern stellt seit 2011 seine Werkzeuge in China her. Erstmals hatten Journalisten aus Europa die Möglichkeit, das neue Werk in Ningbo nahe Shanghai zu besichtigen.

Seit 2006 ist Alö in China zur Beschaffung von Material und Komponenten aktiv. Die chinesischen Lieferanten erfüllen bereits seit längerem die Qualitätsansprüche, die Alö erwartet. 2009 wurde in Ningbo ein Büro eröffnet und 2010 eine Fabrik gekauft. Die Produktion im neuen Werk startete wie geplant2011, 2013 wurde eine neue Farbgebungsanlage mit innovativer Pulverbeschichtung installiert. Diese setzt in der Region Maßstäbe in Sachen Umweltschutz.
 
2014 wurde eine neue Halle für den Versand der Frontladerwerkzeuge und der Endmontage eingerichtet. Jetzt steht kein fertiges Werkzeuge mehr draußen. "Die Farbqualität mit Struktureffekt der Alö Frontladerwerkzeuge "Made in PR China" braucht keinen Vergleich mit den Ladern aus Schweden oder den modernen Traktoren zu scheuen", bestätigt Alö Deutschland Geschäftsführer Robert Eckert.
 
Da auch in China die Löhne stark gestiegen sind, hat Alö das neue Werk mit den modernsten Maschinen ausgerüstet: Laserzuschnitt, Plasmalaser-Bearbeitungszentrum, Biegemaschinen, Schweißroboter u. v. m. 80 Prozent der Teile werden von Alö selbst hergestellt, der Rest kommt von den 21 Zulieferern. Sämtliche Hydraulikzylinder werden aus dem eigenen Alö-Werk in Umea bezogen.
 
Von den 88 Mitarbeitern in der Fertigung sind neun für die Qualitätskontrolle verantwortlich, dazu ein Ingenieur. In jedem Produktionsabschnitt wird genau kontrolliert und sofort nachgearbeitet, falls erforderlich.
 
Das Alö Werk liegt in Hafennähe. Ningbo ist der zweitgrößte Containerhafen weltweit nach Shanghai. Wöchentlich werden in Spitzenzeiten 20 große 40 Fuß-Container in alle Welt verschifft, pro Jahr ca. 700 Stück. Die meisten gelangen über Rotterdam auf den europäischen Markt.
 
Das neue Werk in China startete im ersten Jahr der Produktion mit 30.000 Werkzeugen, hat 2014 ca. 50.000 Stück gebaut und plant 2016 bereits 65.000 Einheiten.
 
Mit dem Frontladerwerk in den USA (2009) und dem neuen Werk in Ningbo 2010 ist der Alö Konzern jetzt in Europa, Nordamerika und Asien präsent. Vorbereitungen in Südamerika laufen an, auch der indische Subkontinent steht auf der Agenda des schwedischen Konzerns.
 
Während die Produktion von Frontlader-Werkzeugen dort in China vorteilhaft hinsichtlich der Beschaffung von Stahl und Komponenten ist, bietet der Standort andererseits viele Möglichkeiten, schnell in die asiatischen Märkte zu gelangen. Im Visier sind außerdem Australien, Neuseeland und Ozeanien, in den Alö bereits aktiv ist. Über Ningbo sind die Produkte wesentlich kostengünstige dorthin zu liefern als von Europa aus. Aber auch Japan und Südkorea liegen vor der Tür und sind wichtige Märkte für Frontlader und Werkzeuge.
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