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Wirtschaft & Unternehmen

Amazone dynamisch auf Kurs: Neuer Rekordumsatz

von , am
22.01.2013

Geschäftsbericht Für die Amazonen-Werke ist das Geschäftsjahr 2012 erneut sehr erfolgreich verlaufen: Der neue Rekordumsatz beläuft sich auf 460 Mio. Euro und hat damit im Vergleich zum Vorjahr (395 Mio. Euro) um 16 % zugelegt.

Für das Jahr 2013, in dem das inhabergeführte Familienunternehmen seinen 130. Geburtstag feiert, sind die Erwartungen ebenfalls positiv: "oweit die Entwicklung absehbar ist, wird Amazone weiter wachsen. Unser Ziel, die 500 Mio. Euro-Umsatzmarke zu knacken, rückt näher" prognostizierten die Amazone-Geschäftsführer Christian Dreyer und Dr. Justus Dreyer anlässlich einer Pressekonferenz in Hude.
 
"ei allen Erfolgen legen wir großen Wert auf ein gesundes Wachstum" so die Geschäftsführer weiter. Ziel sei nicht "msatz um des Umsatz willen" vielmehr gehe es darum, die Nachfrage nach Amazone-Maschinen nachhaltig zu erfüllen. Parallel zu den Umsatzsteigerungen wurden deshalb 2012 insgesamt 20 Mio. Euro in den Ausbau der Amazonen-Werke investiert. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen bei 5 % vom Umsatz. Die Anzahl der Mitarbeiter stieg auf 1.700. Insbesondere die Servicemannschaft und die Elektronikentwicklung wurden überproportional aufgestockt.
 
Der Exportanteil lag auch 2012 bei rund 80 %. Die umsatzstärksten Märkte waren Deutschland, Frankreich, Russland, England, Polen und Skandinavien. Überproportional ausweiten konnte Amazone seine Verkäufe u. a. in Frankreich, Polen und Kasachstan.
 
Die steigende Nachfrage nach Amazone-Maschinen führen die Geschäftsführer zum einen auf die gute Einkommenslage in der Landwirtschaft und zum anderen auf die Ausdehnung der Marktpräsenz als global tätiger Spezialist für den intelligenten Pflanzenbau zurück. Außerdem sehen sie die Amazone-Innovationen als wichtigen Wachstumsmotor. "Innovation aus Tradition" lautet deshalb der Leitspruch im 130. Jahr der Firmengeschichte.
 
Innovationen beherrschen auch das Bild am neuen Amazone-Fertigungsstandort Altmoorhausen bei Hude, den die Geschäftsführer der internationalen Fachpresse als jüngsten Meilenstein beim Ausbau der Fertigungskapazitäten vorstellten. Nach dem ersten Spatenstich im August 2008 hat Amazone in Altmoorhausen ein hochmodernes neues Werkszentrum für die Großflächensätechnik aufgebaut. Die Großflächensämaschinen Cirrus, Citan, Condor und Cayena und auch die Einzelkornsämaschinen ED und EDX werden hier gebaut. Das Werk liegt verkehrsgünstig an der A28 in unmittelbarer Nähe der Autobahnabfahrt Hatten/Altmoorhausen.
 
Modern, hell und aufgeräumt präsentieren sich die neuen Werkshallen, die derzeit knapp zwei Hektar Grundfläche einnehmen. Der intensive Ausbau dieses Standorts weist darauf hin, dass auch die Großflächensätechnik ein immer wichtigerer Programmschwerpunkt wird.
 
Auch in den anderen Amazonen-Werken hat sich 2012 viel getan. Am Standort Leipzig, dem Zentrum für gezogene Bodenbearbeitungsmaschinen und Dickblechbearbeitung, wurden 6 Mio. Euro in den Neubau einer Pulverbeschichtungsanlage und in eine neue Lagerhalle samt Hochregallager investiert. Das Bodenbearbeitungsprogramm aus Leipzig umfasst die Kompaktscheibeneggen Catros sowie die Mulchgrubber Cenius und Centaur.
 
Am Standort Tecklenburg-Leeden, der zusammen mit dem Stammwerk im benachbarten Hasbergen-Gaste das Zentrum für die Dünge- und Pflanzenschutztechnik bildet, wurden ebenfalls neue Produktionshallen errichtet. In Leeden werden die Pflanzenschutz-Selbstfahrer Pantera, die gezogenen Feldspritzen UX, die Großflächenstreuer ZG-B und die Großflächensämaschinen Primera montiert. Mit der Fertigstellung von zwei neuen Produktionshallen à 1.500 m² Grundfläche konnte 2012 die Produktionskapazität hier um gut 60 % gesteigert werden. Gleichzeitig wurde der Bürobereich auf 600 m² erweitert. Ende 2012 folgte der Abschluss eines weiteren Hallenneubaus, mit dem die Kapazitäten der Qualitätsprüfung aufgestockt wurden. Insgesamt hat Amazone 2012 in Leeden 2,5 Mio. Euro investiert.
 
Auch im russischen Samara bei der GAG Eurotechnik Samara wurden die Produktionskapazitäten deutlich erweitert. Das 1998 gegründete Unternehmen ist seit 2006 eine Amazone-Mehrheitsbeteiligung und beschäftigt ca. 200 Mitarbeiter. In Samara wird ein zusätzliches Produktprogramm speziell für den russischen Markt gebaut. Viele Baugruppen werden direkt in Samara hergestellt und anschließend zusammen mit Komponenten aus Deutschland zu fertigen Endmaschinen montiert. Dieses russische Produktprogramm umfasst beispielsweise Bodenbearbeitungsgeräte, das Spritzenmodell UR und die neue, vor Ort entwickelte Sämaschine D9 6000-TC "Combi". Die D9 6000-TC ist eine gezogene, mechanische 6-m Sämaschine, die kombiniert mit der Saat auch Mineraldünger im Boden ablegen kann.
 
"Bei allen Veränderungen im Unternehmen spielt die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle", betonte Geschäftsführer Christian Dreyer. So ist die neue Lackieranlage im Werk Leipzig ein Beispiel dafür, wie man durch eine moderne Produktion Natur und Umwelt schonen kann. Bei den Produkten werden die umweltfreundlichen Technologien weiter nach vorne gebracht werden, z.B. durch mehr Präzision bei Düngung und Pflanzenschutz. Im Hinblick auf die Gesundheit und Sicherheit von Kunden und Mitarbeitern entsprechen Konstruktion und Ausrüstung aller Amazone-Maschinen ebenfalls höchsten Anforderungen. Zur Nachhaltigkeit gehört außerdem die finanzielle Sicherheit und Unabhängigkeit des Unternehmens, weshalb alle Entscheidungen immer auch an der langfristigen finanziellen Sicherheit ausgerichtet sind.
 
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Nachwuchsausbildung. So beschäftigt Amazone an den verschiedenen Standorten insgesamt 128 Auszubildende. Auch die 2008 gegründete Amazone-Stiftung dient der Nachwuchsförderung. Erklärtes Ziel der Stiftung ist es, die Wissenschaft, Forschung und Lehre sowie Aus- und Weiterbildung auf den Gebieten der Landwirtschaft und Landtechnik zu unterstützen.
 
Amazones Umsatzzuwächse in 2012 erstreckten sich über sämtliche Produktlinien; vor allem die neuen Maschinen im Programm haben aber überproportional zum Anstieg beigetragen. Der Selbstfahrer Pantera z. B., seit 2010 das Flaggschiff der Amazone-Pflanzenschutzspritzen, kommt bei den Kunden sehr gut an. Hier wurde von Platzmontage auf Bandmontage umgestellt, so dass die Jahresproduktion deutlich aufgestockt werden konnte. Auch die UX 11200, die neue, gezogene 12.000 l-Spritze mit Tandemachsaggregat, wurde sehr gut von den Märkten angenommen.
 
Die Einzelkornsämaschinen EDX konnten sich weiter als Top-Maschinen für professionelle Landwirte und Lohnunternehmer etablieren. Auch hier wurden die Absatzzahlen in 2012 deutlich gesteigert, und die Aussichten sind weiter positiv. Bei den Kompaktscheibeneggen Catros hat sich die Programmerweiterung um gezogene Maschinen sowie die Ausrüstungsoption Catros+ mit gezackten Scheiben positiv auf die Verkaufszahlen ausgewirkt. Im Bereich der Großflächensämaschinen konnte vor allem die Baureihe Citan, die 2012 um die Citan 6000 mit 6 m Arbeitsbreite erweitert hat, bei den Verkaufszahlen zulegen.
 
"Unsere Markterfolge wären nicht möglich, wenn wir nicht auch in der Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern auf ein nachhaltiges gegenseitiges Vertrauen setzen könnten", betonten die Amazone-Geschäftsführer auf der Pressekonferenz. "Wir halten nichts davon, immer wieder die Vertriebsstruktur zu ändern. Vielmehr ist es uns wichtig, diese jahrzehntelangen Partnerschaften zu pflegen. Die Vertriebspartner sind unsere Botschafter bei den Kunden und deshalb ein ganz wichtiger Teil unseres Markterfolgs. Auf der anderen Seite profitieren auch die Vertriebspartner im Rahmen des Schwerpunktvertriebspartner-Konzepts von der Zusammenarbeit mit Amazone."
 
Ein weiteres wichtiges Element für den Markterfolg ist die Kommunikation mit den Endkunden. So war Amazone 2012 im Inland auf 10 und im Ausland auf 40 Fachmessen als Aussteller vertreten. Im Rahmen des Active-Farming-Programms konnten die Amazone-Mitarbeiter bei zahlreichen Seminaren, Schulungen und Feldtagen rund 8.000 Fachleute aus der landwirtschaftlichen Wissenschaft und Praxis begrüßen.
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