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Wirtschaft & Unternehmen

Bayer-Feldtag in Gadenstedt

von , am
02.07.2014

Der traditionelle Bayer-Feldtag in Gadenstedt zog kürzlich wieder gewohnt zahlreiche Besucher an. Die Kulturen waren vom vorangegangenen Unwetter weitgehend verschont geblieben, sodass das Bayer-Team die in den Versuchen durchgeführten Pflanzenschutzmaßnahmen sowie deren Effekte wie geplant präsentieren konnte.

Das Bayer-Berater-Team informierte in Gadenstedt über die Pflanzenschutzmaßnahmen in allen wichtigen Kulturen und hat die eigenen Empfehlungen auf den Prüfstand gestellt. In diesem Jahr bereitete der Gelbrost den Pflanzenschutzexperten und den Landwirten gleichermaßen Kopfzerbrechen. "Das Ausmaß war enorm", erläuterte Jürgen Ebner, Beratungsmanager bei Bayer CropScience, "insbesondere die Winterweizensorte Asano hat es schwer getroffen". Dies sei ein absolutes Novum.
 
Auf dem Standort in Gadenstedt hätten kühl-feuchte Bedingungen zudem die Entwicklung von Septoria gefördert. Die gezeigten Varianten mit den Xpro-Fungiziden konnten überzeugen. "Viele Landwirte reagierten mit einer viermaligen Behandlung", so Ebner. Als geeignete Maßnahmenfolge empfahl er den Einsatz eines Azols im EC 31/32, gefolgt von einer Zwischenspritzung mit einem Tebuconazol-Wirkstoff, wie beispielsweise in Folicur enthalten. Im EC 49/51 kann dann ein Carboxamid-Mittel, wie z.B. Aviator Duo, folgen. Für die Ährenabschlussbehandlung stehen Prosaro oder Skyway Xpro zur Verfügung. "Auf den Kontrollparzellen zeigte sich deutlich, dass ein zu später Fungizideinsatz bzw. ein zu geringer Mittelaufwand in diesem Jahr nicht ohne Folgen blieb", ergänzte Anett Künstner, regionale Marketingmanagerin Nord bei Bayer CropScience.
 
Auch bei der Gräserbekämpfung in Getreide spielte der richtige Zeitpunkt in diesem Jahr eine besonders große Rolle. Der milde Winter hatte dazu geführt, dass sich gerade das Problemgras Ackerfuchsschwanz sehr gut entwickeln konnte. "Wer dann nicht sehr frühzeitig mit einer Herbizidmaßnahme reagiert, wird den Ackerfuchsschwanz als Problem das ganze Jahr mit durchziehen", sagte Ebner. Im Herbizidbereich steht jetzt das neue Husar Plus zur Bekämpfung von Windhalm und Weidelgras im Getreidebau zur Verfügung. Ebenfalls neu im Herbizid-Portfolio ist das sehr breit wirkende Maisherbizid MaisTer Power, dessen Zulassung für das nächste Jahr erwartet wird.
 
Hervorragend präsentierte sich auch der Raps in Gadenstedt. Derzeit vertreibt Bayer die eigenen Liniensorten Letitia und Patron. Mit Flyer kommt zur neuen Aussaat die erste Hybridsorte dazu. "Die Liniensorten sind wegen ihrer verhaltenen Herbstentwicklung für frühe Aussaattermine eine interessante Variante", meinte Peter Josef Johnen, Cropmanager Raps der Bayer CropScience Deutschland. Das könne bei den zu erwartenden frühen Ernteterminen in dieser Saison eine hervorragende Option sein, um überwachsende Bestände eingangs Winter zu vermeiden. Die Hybrid-Sorte Flyer bringe alle Eigenschaften mit, die man von einem leistungsfähigen Raps erwarten dürfe.
 
Der Schädlingsdruck im Raps sei in diesem Jahr nicht besonders erwähnenswert verlaufen, so Johnen weiter. Lediglich die sehr spät aufgetauchte Kohlschotenmücke habe man nicht mehr erfassen können. Frühe Sorten hätten darunter stärker gelitten als spätere. Mit Blick auf die erste Neonikotinoid-freie Rapsaussaat in diesem Herbst, empfiehlt Bayer eine besonders genaue Beobachtung der Bestände mit Gelbschalen.  Bei Schadschwellen-Überschreitung stehen dann Phyrethroide zur Verfügung wie Decis forte. "Diese zusätzliche Maßnahme wird es für den Landwirt teurer machen", sagte Johnen, darauf verzichten könne man aber nicht. Die Kohlfliege kann man seiner Aussage nach nur über prophylaktische Maßnahmen in Grenzen halten. Eine wesentliche Rolle werde ein gleichmäßig abgesetztes Saatbett spielen, um ein schnelles und gleichmäßiges Auflaufen der Rapspflanzen zu unterstützen. Auch eine nicht allzu frühe Saat hält er für empfehlenswert.
 
Die für die Hildesheimer Börde so wichtige Kultur Zuckerrübe präsentierte sich in hervorragendem Zustand, 2014 bringt alles mit, um ein gutes Zuckerrübenjahr zu werden. Weit entwickelte Bestände mit einem üppigen, gesunden Blattwerk zeigten deutlich, dass es der Region nicht an ausreichenden Niederschlägen zum richtigen Zeitpunkt gefehlt hat. "Insgesamt kam es in Zuckerrüben bislang zu keinerlei Problemen", urteile Jürgen Ebner. Es habe keine Verträglichkeitsprobleme gegenüber Herbiziden gegeben. "Unser Betanal MaxxPro konnte durch besonders gute Wirkungsgrade überzeugen."
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