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Wirtschaft & Unternehmen

Claas nimmt modernste Landtechnikfabrik Europas in Betrieb

von , am
19.10.2015

Als einer der weltweit führenden Landtechnikhersteller, setzt Claas auf die weitere Modernisierung der russischen Landwirtschaft und hat jetzt im südrussischen Krasnodar ein zusätzliches Werk in Betrieb genommen.

"In nur 27 Monaten entstand in Krasnodar die gegenwärtig modernste Produktionsstätte für Landtechnik in Europa. In unserer Branche gibt es kein anderes Unternehmen, das in solchem Umfang in die russische Wirtschaft investiert und modernste Fertigungstechnologien ins Land bringt. Wir tun das, weil die russische Landwirtschaft hervorragende Zukunftsperspektiven hat", erklärt Lothar Kriszun, Sprecher der Konzernleitung.
 
Aktuell werden in Russland nur 72 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzt. Insgesamt sind jedoch 122 Millionen Hektar für den Ackerbau geeignet. Das neue Werk beschäftigt Menschen aus vielen Regionen Russlands, die teilweise mehr als 2.000 Kilometer gereist sind, um für Claas zu arbeiten. Viele der nachgefragten Berufe und Technologien gab es dort nicht, einige sind in ganz Russland kaum verbreitet. Arbeitsplätze wie an computergesteuerten Lasermaschinen findet man in der Region kein zweites Mal. Die technologische Exklusivität wird künftig Lieferungen an branchenfremde Unternehmen erlauben.
 
Die Produktionsfläche in Krasnodar ist rund neunmal so groß wie die der bisherigen Fabrik und beträgt rund 45.000 m². Damit steigt das Produktionsvolumen auf bis zu 2.500 Mähdrescher und Traktoren pro Jahr. Das Werk zählt somit zu den vier größten Claas Produktionsstätten weltweit. Zu den wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen zählen die volatilen Wechselkurse, die schwierigen lokalen Finanzierungsmöglichkeiten und das Bestreben als echter russischer Hersteller anerkannt zu werden. "Als Familienunternehmen denken wir jedoch langfristig und über den Tag hinaus. So wie unsere 17 russischen Servicepartner, die in den kommenden drei Jahren rund 40 Millionen Euro in ihr Händlernetz investieren wollen", betont Kriszun.
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