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Wirtschaft & Unternehmen

Claydon: Vorteile nutzen durch Direktsaat

von , am
30.09.2014

Sie kommen aus England, sind gelb und auf Wachstumskurs: Die Drillmaschinen des ostenglischen Landmaschinenherstellers Claydon sind immer öfter auch auf deutschen Äckern zu finden, rund 40 Einheiten laufen bereits hierzulande. Wir waren vor Ort.

Wer das Unternehmen im ostenglischen Wickhambrook (Suffolk) bei Newmarket, etwa eine knappe Stunde östlich von Cambridge, besucht, erwartet in den Gebäuden am Ortsrand nicht unbedingt einen Landmaschinenhersteller. Und tatsächlich ist es die elterliche Farm vom Gründer und Landwirt Jeff Claydon, die nach und nach um Werkstätten, Produktionshallen und Lager erweitert wurde – und dem Areal auch heute noch das Außenbild einer typischen englischen Farm gibt.
 
Das von Jeff Claydon entwickelte und patentierte Claydon-Streifensaatverfahren ist inzwischen in 26 Ländern unter verschiedenen klimatischen Bedingungen und Bodenverhältnissen im Einsatz. Bekannt wurde das Unternehmen übrigens in den 80er Jahren erstmals mit er Erfindung eine der ersten Ertragserfassungen für Mähdrescher, dem Yieldometer. Auch mit Strohstriegeln hat man Erfolg.
 
Im Fokus des Unternehmens steht heute die Drilltechnik. Mit der soll dem Landwirt durch das Claydon-System die Möglichkeit gegeben werden, eine große Zahl unterschiedlicher Kulturen entweder unmittelbar in die Stoppel der Vorfrucht oder den minimal sowie intensiv bearbeiteten Boden einzusäen. Und das nach Unternehmensangaben fünfmal schneller und zu einem Drittel der Kosten eines pflugbasierten Systems bei gleichzeitig stabileren Erträgen des Direktsaatsystems und verbesserten Umweltwirkungen (Erosion, Nährstoffauswaschung).
 
Das von Claydon entwickelte Zweischar-System der Sämaschine soll die schnelle Entwicklung fördern von tief reichenden und umfangreichen Wurzelsysteme, die das Erosionsrisiko minimieren und letztlich auch zu stärkeren und gesünderen Beständen mit höherem Ertragspotenzial beitragen sollen.
 
Neues Flaggschiff des Unternehmens ist die Hybrid T – die gezogene Variante der mit weltweit 400 Einheiten im Markt erfolgreichen, als Anbaugerät verfügbaren Direktsaatmaschine mit Düngereinheit. Entwickelt wurde sie, um auch den Großbetrieben ab 500 Hektar Drillfläche eine leistungsfähige Claydon anbieten zu können.
 
Mit dem Streifen-Direktsaatsystem und der Doppelzinkentechnologie liegt die Flächenleistung der Hybrid T bei bis zu vier Hektar pro Stunde; das Modell mit acht Meter Arbeitsbreite erreicht sogar bis zu 5 Hektar. Pro Meter Arbeitsbreite werden jedoch 50 bis 60 PS benötigt: Für das Modell mit sechs Meter und 19 Saatzinken sollten also 300 bis 350 PS, für die Acht-Meter-Variante mit 25 Zinken rund 400 bis 450 PS zur Verfügung stehen. Die neue Hybrid T wurde nach 18 Monaten Konzeption, Entwicklung und Erprobung sowie Feldversuche auf unterschiedlichsten Böden und Arbeitsbedingungen kürzlich in den Markt eingeführt.
 
Die Variante mit sechs Meter Arbeitsbreite besteht aus einer zwei Meter breiten Mittelsektion sowie den beiden ebenfalls zwei Meter breiten, hydraulisch einschwenkbaren und der Bodenkontur folgenden Außensektionen; diese eingeklappt beträgt die Transportbreite drei Meter. Bei acht Metern Arbeitsbreite wird eine identische Mittelsektion mit den beiden jeweils drei Meter breiten Außensektionen verwendet; auch hier bleibt die Transportbreite mit 295 Zentimeter eingeklappt unter der Dreimetermarke.
 
Beide Modelle sind mit einem 5.500 Liter fassender Vorratsbehälter ausgestattet, dessen Kapazität bei einer 60 zu 40-Aufteilung für insgesamt etwa vier Tonnen Saatgut und Dünger ausreicht. Wenn die Trennplatte herausgenommen wird, lässt sich auch der gesamte Vorratsbehälter für Saatgut nutzen. Die Vorratsbehälter sind mit Überwachungskameras ausgestattet sowie einem einstellbaren Füllstandsensor und eine Rollabdeckung für schnelles Befüllen.
 
Die Claydon Hybrid T ist außerdem serienmäßig mit Kameras an der Rück- und Unterseite ausgestattet; für gute Sichtverhältnisse sorgen sechs Arbeitsscheinwerfer. Als Ausstattungsoptionen gibt es eine Vorrichtung zum Ausbringen von Schneckenkorn sowie eine Reihe von Striegelkombinationen für die vollständige Bedeckung des Saatguts mit Boden und eine ebene Bodenoberfläche.
 
Mehr Infos auch unter www.claydondrills.com
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