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Fleischwirtschaft

Clemens Tönnies fordert höhere Fleischpreise für mehr Tierwohl

Luftbildaufnahme vom Schlachthof Tönnies in Rheda Wiedenbrück
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Christa Diekmann-Lenartz, LAND & Forst
am
13.09.2017

Clemens Tönnies, Betreiber von Deutschlands größtem Schlachthof, hat sich für höhere Fleischpreise ausgesprochen - bezahlt vom Verbraucher an der Fleischtheke.

Höhere Fleischpreise fordert der Betreiber von Deutschlands größtem Schlachthof, Clemens Tönnies. Bezahlt werden sollen sie vom Verbraucher an der Fleischtheke und zwar für mehr Tierwohl in der Produktion.

Produktion halten durch mehr Tierwohl

Mehr Tierwohl ist für den Westfalen die Voraussetzung dafür, dass die Produktion hier im Land bleibt: „Das System ist zum Teil etwas überdreht,“ sagte er vor rund 250 Zuhörern.

Tönnies war auf Einladung des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland (AEF) nach Vechta gekommen.

Tönnies: Handel für mehr Tierwohl in die Verantwortung nehmen

Um mehr Tierwohl umzusetzen, sei die Brancheninitiative Tierwohl ein erster wichtiger Schritt gewesen, so Mitinitiator Tönnies. Es könne zwar eine gemeinsame Tierwohl-Initiative mit dem Staat geben, aber der Handel dürfe nicht aus der Verantwortung genommen werden.

Bei Tönnies beträgt der Exportanteil ca. 50 %. Dem Export räumte der Unternehmer auch weiterhin sehr gute Chancen ein. Die Politik sei jedoch unverzichtbar, die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, etwa durch Veterinärabkommen.

Die Politik werde auch gefordert sein, wenn die Afrikanische Schweinepest bis Deutschland kommen sollte: „Wir bereiten uns intensivst darauf vor,“ sagte er mit Blick auf die dann zu erwartenden massiven Exportbeschränkungen.   

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