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Digitalisierung

Digitale Lösungen für Schweinehalter aus Bad Bentheim

Mikrochip in der Tierhaltung
am Montag, 19.11.2018 - 09:57

Die Digitalisierung hält Einzug in die Schweinehaltung. Die Firma Allflex aus dem niedersächsischen Bad Bentheim bietet verschiedene Lösungen an.

Auch Schweinehalter nutzen zunehmend digitale Anwendungen. Durch verschiedene Sensoren ist es möglich, Daten über das einzelne Schwein zu sammeln und auszuwerten.

Entsprechende Lösungen hat die Firma Allflex aus Bad Bentheim in Niedersachsen entwickelt.

Bessere Überwachung der Tiergesundheit

Der Einsatz solcher Sensoren verbessert nicht nur das Management im Stall und erlaubt eine bessere Überwachung der Tiergesundheit, sondern es erleichtert auch die Arbeit und schafft Transparenz in der ganzen Wertschöpfungskette.

Schweinemast: Elektronische Einzeltierkennzeichnung denkbar

"Wir können damit die Leistung der Tiere verbessern", sagte Dr. Christian Gärke von der Firma Allflex am Dienstag auf dem DLG-Forum Digital Animal Farming in Halle 26 der EuroTier. Zwar werde die elektronische Einzeltierkennzeichnung zurzeit hauptsächlich in der Sauenhaltung, etwa bei der Nutzung von Abrufstationen, eingesetzt. Aber auch der Einsatz in der Schweinemast sei denkbar.

Digitalisierung: Vorteile für alle Stufen

"Die Digitalisierung bietet für alle Stufen Vorteile", so Grätke. Tierbewegungen, etwa in Betrieben mit geschlossenem System, könnten elektronisch erfasst werden, was sicherer und einfacher ist.

"Sie können aber auch für das Management viele Dinge ableiten. Anhand der Schlachtbefunde können Sie herausfinden, wo das Tier aufgestallt war und ob es dort beispielsweise Probleme mit dem Klima gibt."

Ohrmarken vom Ferkel bis zum Schlachthof

Der Landwirt sehe mit Hilfe der Einzeltierdaten aber auch, welche Tiere in großen Gruppen wann zum Fressen gehen und habe über die Gewichtserfassung die Möglichkeit, die Tiere besser an die Schlachtmasken anzupassen.

Dass die elektronischen Ohrmarken in der Praxis funktionieren, hat Allflex in einem Versuch belegt. In einem Betrieb mit 650 Sauen und 6.000 Mastplätzen wurden die Ohrmarken nach den Worten von Gärke getestet – vom Ferkel bis hin zum Schlachthof. Insgesamt wurden 9.500 Schweine ausgewertet.

Bessere Rückverfolgbarkeit und Transparenz

Wichtige Parameter waren die Lese- und Verbleiberate der Ohrmarken. "Bei der Leserate haben wir mit 97 Prozent Top-Ergebnisse erzielt", so Gärke. Auch Verluste bei den Ohrmarken habe es kaum gegeben, die meisten Ohrmarken mit knapp vier Prozent seien im Schlachthof verloren gegangen.

Insgesamt biete die Einzeltierkennzeichnung für alle Stufen viele Vorteile, nicht nur ökonomisch, sondern auch in punkto Rückverfolgbarkeit und Transparenz, so das Fazit von Gärke.

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