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EGO Osnabrück: Mit „Teutoburger Hofschwein“ zurück zum Markenfleisch

EGO-osnabrueck-Teutoburger-Schwein
Steffen Bach
am
16.10.2018

Mit dem „Teutoburger Hofschwein“ landen EGO-Erzeugergemeinschaft Osnabrück und Fleischverarbeiter Stockmeyer aus Sassenberg (NRW) einen Coup in Sachen Tierwohl.

Einen Coup in Sachen Tierwohl haben die Erzeugergemeinschaft für Schlachtvieh Osnabrück (EGO) und der Fleischverarbeiter Stockmeyer aus dem westfälischen Sassenberg gelandet und zwar mit dem „Teutoburger Hofschwein“.

Fleisch und Wurst aus dem Programm kann in den Filialen des Discounters Penny gekauft werden. Es hat das Siegel des Deutschen Tierschutzbundes.

Gekennzeichnet mit Penny-Eigenmarke "Naturgut"

Am Montag dieser Woche (15. Oktober) wurde das neue Konzept in einer Penny-Filiale in Köln offiziell vorgestellt. In den knapp 2.200 Penny-Märkten in Deutschland finden Kunden verschiedene Wurstwaren wie Salami, Leberwurst und Wiener Würstchen.

In 550 Filialen sind zudem Fleischartikel wie Gulasch und Minutensteaks im Sortiment. Gekennzeichnet sind die Packungen mit dem Label der Penny-Eigenmarke "Naturgut".

Drei EGO-Mitgliedsbetriebe

Produziert wird das Fleisch aus Schweinen, die von zunächst drei EGO-Mitgliedsbetrieben stammen. 200 Schweine sollen pro Woche in das Programm geliefert werden, erläuterte EGO-Geschäftsführer Rudolf Festag.

Die Teilstücke übernimmt der westfälische Fleisch- und Wurstverarbeiter Stockmeyer, der daraus SB-Fleisch und Wurstwaren herstellt. 

Kriterien für Einstiegsstufe

Zu den Kriterien für die Einstiegsstufe des Labels "Für mehr Tierschutz" des Deutschen Tierschutzbundes müssen die Tiere rund 50 % mehr Platz erhalten. Vorgeschrieben sind unter anderem:

  • kurze Wege zum Schlachthof,
  • Maßnahmen für ein besseres Stallklima wie eine Kühlung und organisches Beschäftigungsmaterial.
  • Eingriffe wie das Kastrieren ohne Betäubung und das Kupieren der Schwänze „sind zu vermeiden“.
  • Das SB-Fleisch ist an der Penny-Kasse rund 40 bis 50 % teurer als konventionelle Ware, bei Wurst ist die Differenz etwas kleiner.
     

Landwirte erhalten Festpreise

    Durch die Kombination aus Fleisch und Wurst gelinge es, größere Anteile der Schweine in dem Tierwohlprogramm zu vermarkten, erläuterte Festag. Die liefernden Landwirte erhalten für ihre Tiere Festpreise, die für einen Zeitraum von zwei Jahren ausgehandelt wurden.

    Laut Ronny Grohe, Penny, geht es nicht nur um mehr Tierwohl, sondern auch um eine höhere Fleischqualität. Penny fordert deshalb im Programm Duroc-Eber. Durch das "würzige Aroma" sei das Fleisch auch "ein Geschmackserlebnis". 

    Auf Dauer alle Penny-Filialen beliefern

    Ziel von Penny ist es, auf Dauer alle Filialen mit Fleisch aus dem Programm zu beliefern. Unter den EGO-Mitgliedern gebe es Interesse, sich an dem Programm zu beteiligen, sagte Rudolf Festag. Aber vor allem die Forderung nach dem Kupierverzicht sei eine Herausforderung. 

    Von Seiten des Discounters wurde während der Präsentation mehrfach betont, dass es sich um kein kurzfristiges Engagement in Sachen Tierwohl handeln soll.

    Hochzufrieden zeigte sich bei der Präsentation in Köln der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder. Er freute sich, die bisherige Erfolgsgeschichte seines Siegels um ein bedeutendes Kapitel erweitern zu können.

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