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Wirtschaft & Unternehmen

Flächenleistung mit dem Grünlandprofi von APV

von , am
18.04.2013

Das Grünland im Frühjahr effektiv pflegen, gerade in diesem Jahr mit langem Winter und einem verzögerten Vegetationsbeginn hat sich gezeigt, dass für die Pflege von Wiesen eine schlagkräftige Technik von Vorteil ist.

Das haben auch das Landwirtsehepaar Regina Knips und Hans Jürgen Liptow vom Ebelingshof in Wettmar (Region Hannover) erkannt. "Schleppen, striegeln, nachsäen, walzen - für die Grünlandpflege waren früher mehrere Arbeitsgänge notwendig", sagt Liptow. Da die Walze im Ort von mehreren Landwirten gemeinschaftlich genutzt wurde und der Striegel mit Saateinheit von der örtlichen Raiffeisengenossenschaft ausgeliehen wurde, wollte bei idealem Wetter Jeder die verfügbare Technik einsetzen. "Uns hat da die Schlagkraft gefehlt, um das gute Wetter bestens auszunutzen." Die umbruchlose Grünlandbearbeitung, die den Bestand pflegt und durch Nachsaat verbessert, sei der beste und kostengünstigste Weg zu einem besseren Wiesenbestand - und auch ökologisch die bessere Variante gegenüber einem Umbruch.
 
Doch seit diesem Jahr ist das für den Betrieb, der über 50 Hektar Dauergrünland bewirtschaftet und eine Herde von 25 Mutterkühen (Simmentaler, genetisch hornlos) hält, Vergangenheit. "Wir haben uns für eine Investition in schlagkräftige Grünlandpflegetechnik entschieden", so Liptow. Bereits zur vergangenen Agritechnica 2011 in Hannover führte er mehrere Gespräche mit Anbietern, aus der sich die österreichische Firma APV als besonders interessant herausstellte.
 
Nach einigen geäußerten Veränderungswünschen stand der "Grünlandprofi" mit sechs Metern Arbeitsbreite Ende 2012 auf dem Ebelingshof und wurde erstmals auf Maisstoppeln sowie im Grünland im Einsatz getestet. Aufgebaut ist sie mit einem führenden Einebnungsblech, anschließend je zwei mal zwei Striegelbalken mit Rundfederzinken, Schläuchen für die Saatguteinbringung sowie einer abschließenden Güttlerwalze, die statt der standardmäßig angebotenen Cambridgewalze gewählt wurde, da sie sich besser an den Boden anpassen.
 
Nach dem Einebnungsblech, das Unebenheiten glättet und beispielsweise Maulwurfshaufen glattstreicht, folgen zwei Reihen mit 12 mm starken Striegelzinken. Sie lüften die Grasnarbe, regen die Bestockung an, holen abgestorbenes Gras nach oben sowie unerwünschte Gräser wie die Gemeine Rispe. Auch übernehmen sie die Verteilung von organischem Material. Die Aggressivität, mit der die Striegel angreifen, lässt sich einstellen. Hinter dieser Striegeleinheit sind sechs kleine Prallteller angebracht, auf die die Saatgutschläuche des hydraulischen Gebläses münden. Bis zu 500 Liter Saatgut fasst der Tank, je nach eingesetzter Säwellen können statt Gras auch Hafer, Blühstreifenmischungen, Raps und sogar Ackerbohnen vollkommen unabhängig von der Windstärke ausgesät werden. Die ausgebrachte Saatgutmenge lässt sich zwischen 1,5 kg und 300 kg elektronisch vom Schlepper aus steuern.
 
Nach dem ersten Striegelfeld folgt ein weiteres mit 8 mm starken Striegelzinken. Sie trennen Erde von totem Grasmaterial und bringen das Saatgut in den Boden ein. Die abschließende Güttlerwalze - sie nimmt das gesamte Eigengewicht der Maschinen von sieben Tonnen auf und gibt ihr so den nötigen Druck - sorgt für die Rückverfestigung. Weil die Walze mit Prismen ausgestattet ist, werden kleine Löcher in den Boden gedrückt: „Das verhindert das Verschlämmen nach Starkregenfällen“, erläutert Liptow. Jede Einheit des Grünlandprofi sei einzeln verstellbar, ein Radsensor steuere zudem über die Anzahl der Umdrehungen die Saatgutmenge. Das Eigengewicht erfordert mindestens 130 PS Zugleistung, der Betrieb setzt einen Claas Arion mit 175 PS ein. Nach ersten Erfahrungen im vergangenen Herbst ist der APV mittlerweile nicht nur auf eigenen Flächen, sondern als Dienstleistung auch auf anderen Grünlandbetrieben im Einsatz.
 
Mehr Infos unter www.ebelingshof.de
 
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