Login
Wirtschaft & Unternehmen

Fliegl mit neuem Werk auf Zukunftskurs

von , am
01.07.2013

Die Verlagerung des Firmensitzes von Töging ins gut zehn Kilometer entfernte Mühldorf am Inn ist die größte Investition in der Geschichte von Fliegl Agrartechnik. Mit rund 30 Hektar ist das Areal gut dreimal so groß wie das bisherige, die Produktionskapazität steigt von etwa 300 auf bis zu 500 Fahrzeuge pro Monat.

Der Komplex beheimatet neben Fliegl Agrartechnik auch die Schwesterunternehmen Fliegl Bau- und Kommunaltechnik, Fliegl Forsttechnik und Fliegl Dosiertechnik. Insgesamt sind in der Unternehmenszentrale 280 Mitarbeiter beschäftigt.
 
Seit Baubeginn im November 2009 wurden 1,5 Millionen Kubikmeter Erdreich bewegt. Es entstanden eine überdachte Gesamtfläche von 85.000 Quadratmetern und 90.0000 Kubikmeter umbauter Raum. Die Elektrotechnik umfasst circa 200 Kilometer Kabel und Leitungen, etwa sechs Kilometer Stromschienen und 1.800 Leuchten.
 
Das neue Werk besitzt vier Montagelinien für Kipper, Biogasanlagen, Güllefässer und Abschiebewagen und ist mit Fertigungstechnik der neuesten Generation ausgestattet. Zur Bearbeitung von Bauteilen stehen eine Rohr- und eine Blechlaseranlage zur Verfügung, mit deren Hilfe sich auch komplizierte Formen und spezielle Elemente schnell und präzise zuschneiden lassen. Der Lackieranlage liegen strenge Vorschriften des Umweltschutzes und neueste Erkenntnisse der Ergonomie zugrunde. Sie ist ausgelegt für bis zu zehn Meter lange und bis zu fünf Tonnen schwere Einzelteile, die hier gestrahlt, grundiert, decklackiert und getrocknet werden.
 
Ein 27 Meter hohes Regallager optimiert die Lagerlogistik bei Fliegl Agrartechnik. Das System arbeitet eigenständig, vollautomatisch und fasst 18.000 Tonnen Kleinteile, die übersichtlich verwaltet werden können und schnell verfügbar sind. Dazu kommen ein Reifenlager für 12.000 Stück und ein Eisenlager mit einem Fassungsvermögen von circa 6.000 Tonnen Stahl - Kapazitäten, die die stetig steigenden Anforderungen moderner Produktionsabläufe erfüllen.
 
Auch den Aspekten Nachhaltigkeit und ökologisches Wirtschaften wird Fliegl Agrartechnik mit dem Komplex in Mühldorf gerecht: Eine 20.000 Quadratmeter Fußbodenheizung in der Fertigungshalle sowie die Trockenöfen der Lackiererei werden mit einem Energie-Mix aus Hackschnitzelheizung, Solar und Erdgas gespeist. Die beheizbare Fläche beträgt 42.000 Quadratmeter, gut 75.000 Liter Wasser fasst die Anlage.
 
Nach kontinuierlichem Wachstum der Fliegl Agrartechnik und der jüngsten Expansion setzt Geschäftsführer Josef Fliegl jun. nun hohe Erwartungen in die Zukunft, die in Mühldorf mit frischen Ideen und unter modernsten Arbeitsbedingungen gestaltet wird: "Tatendrang ist etwas, was man bei Fliegl seit jeher spürt. Wir haben dieses Werk gebaut, um weiter voranzukommen. Wir sind dabei, Neuheiten zu entwickeln und Bestehendes weiter zu optimieren."
Auch interessant