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Wirtschaft & Unternehmen

Auch Fressen will gelernt sein

von , am
22.02.2013

Manchmal ist weniger mehr: Speziell für Sauenhalter hat WEDA Dammann & Westerkamp jetzt eine kostengünstige Anlernstation für Abrufstationen entwickelt. Die Low-Budget-Variante des Modells SowComp kommt ohne jegliche Elektronik aus, arbeitet aber mit offenen Türen und einem einfachen Futtersystem.

Dabei lernen die Sauen, durch den schmalen Gang hin zum Trog zu gelangen. In kleinen Gruppen gewöhnen sich die Tiere auf diesem Weg schnell, unkompliziert und damit stressfrei an die Fütterung in einer Abrufstation.

Um die spätere Abruffütterung originalgetreu zu simulieren, ist die Anlage entsprechend mit dem Doppelklappen-Ausgangs-Gittertor ausgestattet. Der Vorteil: So wird das Hineinlaufen der Tiere in die "falsche Richtung" verhindert.

Die Anlernstation wird in der Regel weit entfernt von der Sauenherde, im Quarantänestall installiert. Empfohlen wird, die lernenden Jungsauen in Gruppen von 15 bis 20 Tieren einzuteilen. Nach einer Anlernzeit von etwa zwei Wochen sind die Sauen konditioniert und wissen exakt, wie eine Abrufstation funktioniert.

Anschließend können sie in den eigentlichen Wartebereich umgestallt werden. Da die Tiere es nun gewohnt sind, zum Fressen in einen Gang zu gehen, ist die Scheu vor den automatischen Abrufstationen praktisch nicht mehr vorhanden.
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