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Wirtschaft & Unternehmen

Fritzmeier: Dünger und Pflanzenschutzmittel optimal einsetzten

von , am
05.12.2013

Das Sensorgestützte-Düsensteuerungs-System, kurz S-D-S, wurde von Fritzmeier auf der Agritechnica präsentiert. Das Besondere: Das innovative System steuert bei großen Arbeitsbreiten, die bei heutigen Geräten 36 bis 42 Meter erreichen, variabel nach Pflanzenentwicklung die Ausbringmenge je Sektion des Gestänges. Damit ist der Landwirt in der Lage, bei Pflanzenschutzanwendungen oder Düngemaßnahmen die Aufwandmenge je Sektion genau zu bestimmen.

Bisheriger Stand der Technik war, dass Applikationsmittel mit der Feldspritze schlageinheitlich ausgebracht wurden. Sehr fortschrittliche Landwirte steuerten die Applikation sensorgestützt über die gesamte Arbeitsbreite der Feldspritze.
 
Die Folge: bei der schlageinheitlichen Applikation wurde in den verschiedenen Teilbereichen innerhalb des Schlages entweder zu viel oder zu wenig Applikationsmittel ausgebracht. Auch bei der sensorgestützten Anpassung der Applikationsmenge über die gesamte Arbeitsbreite reicht die Regelgenauigkeit vor allem bei großen Arbeitsbreiten nicht aus und führt in der Gesamtarbeitsbreite zu Über- oder Unterdosierung.
 
Mit dem S-D-S-System lässt sich die gesamte Arbeitsbreite in Sektionen aufteilen und die Pflanzenschutzanwendung oder Düngemaßnahme in kleineren Teilarbeitsbreiten der tatsächlichen Pflanzenentwicklung genau anpassen. Dabei ist die maximale Anzahl der Sektionen abhängig von der Anzahl der Sensoren am Gestänge.
 
Der Messkopf am Gestänge sendet die ermittelten Messwerte an ein Terminal in der Kabine. In diesem Terminal werden aus hinterlegten oder eingelernten Kennlinien die exakten Aufwandmengen jeder Sektion berechnet und an den ISOBUS-Jobrechner der Feldspritze weitergeleitet. Der ISOBUS-Jobrechner steuert die Ausbringmenge der einzelnen Sektionen, meldet dem Sensor-Terminal die Ausbringmengen und dokumentiert sie für spätere Auswertungen. Die Ausbringmenge jeder Sektion wird über Düsenschaltungen an Mehrfachdüsenträger, eine Steuerung des Spritzdruckes je Sektion oder aus einer Kombination Düsenschaltung und Spritzdruckänderung angepasst. Die unterschiedlichen Ausbringmengen sind farblich in den Gestängeteilbreiten im ISOBUS-Terminal dargestellt.
 
Das Sensorgestütztes-Düsensteuerungs-System bringt für die Landwirte viele Vorteile. In erster Linie stellt es eine bedarfsgerechte Pflanzenschutzanwendung und Düngemaßnahme je nach der aktuellen Pflanzenentwicklung sicher. Das führt zu optimalen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Dünger. Überdosierungen gehören der Vergangenheit an.
 
Nach dem Online mit Map-Overlay-Prinzip von Fritzmeier Umwelttechnik berücksichtigt das System neben aktuellen Informationen aus dem Pflanzenbestand auch Informationen über die Ertragsfähigkeit des Bodens und berücksichtigt diese bei der Berechnung der Applikationsmenge. Der Landwirt kann die Feldspritze natürlich auch weiterhin als herkömmliches Gerät zur schlageinheitlichen Ausbringung von Pflanzenschutzanwendungen nutzen.
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