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Industrieverband Agrar: Märkte unter Druck

Glyphosat-Pflanzenschutzspritze
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Werner Raupert, LAND & Forst
am
11.05.2018

Auf den Märkten für Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger ist keine grundlegende Trendwende in Sicht. Aktuelle Zahlen vom Industrieverband Agrar (IVA).

Die Umsätze der im Industrieverband Agrar e. V. (IVA) organisierten Unternehmen der deutschen Pflanzenschutz-Industrie 2017 sind im Vergleich zum Vorjahr abermals gesunken, auf 1,385 Milliarden Euro (2016: 1,415 Mrd. Euro). Auch der Start in das neue Geschäftsjahr 2018 lief verhalten.

Auf den Märkten für Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger ist keine grundlegende Trendwende in Sicht. Der Pflanzenschutzmarkt in Deutschland ist damit drei Jahre in Folge geschrumpft und lag zuletzt unter dem Niveau des Jahres 2012.

Absatz von Stickstoffdüngern geht leicht zurück

Eine ähnliche Entwicklung hat auch der Absatz von Stickstoffdüngern in Deutschland genommen. Die Absatzmenge erreichte in der Düngesaison 2016/17 ein Volumen von 1,66 Mio. t, was einem leichten Rückgang gegenüber der Vorsaison entspricht (2015/16: 1,71 Mio. t, minus 3,1 %).

Deutlich zurückgegangen ist gegenüber der Vorsaison auch die abgesetzte Phosphat-Menge von 288.000 auf 231.000 t. Erhöht haben sich gegenüber der Vorsaison die Absätze an Kali (430.000 t, plus 8 %) und Kalkdüngern (2,67 Mio. t, plus 10 %). Damit konnten die letztjährigen Rückgänge weitgehend wettgemacht werden.

Zulassung von Pflanzenschutzmitteln weiter kritisch

Die Zulassungssituation im Pflanzenschutzbereich sieht IVA-Präsident Dr. Helmut Schramm weiter kritisch. Zwar seien 2017 deutlich mehr Zulassungsanträge als in den Vorjahren entschieden worden, doch noch immer liegen zahlreiche, längst verfristete Anträge für neuartige Produkte auf dem Aktenstapel.

Umfangreiche und komplexe Dossiers für innovative Produkte gerieten dadurch ins Hintertreffen und werden weiterhin nicht fristgerecht bearbeitet. „Die Situation ist unbefriedigend. Gerade die neuen, innovativen Produkte sollten den Landwirten möglichst schnell zur Verfügung stehen“, forderte Schramm.

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