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Wirtschaft & Unternehmen

Joskin: Gülle per ISOBUS in Teilbreiten ausbringen

von , am
03.11.2014

Die Einführung der standardisierten ISO-Norm "Task-Controller-Section Control" bietet viele Möglichkeiten für eine effektivere Verwendung von Pflanzenschutzmitteln, Saatgut, Düngern usw. Da für Joskin immer klar war, dass die Gülle ein Düngemittel ist, hat das Unternehmen beschlossen, diese Norm in die Praxis umzusetzen.

Die Gülleinjektoren und Ausbringbalken können von nun an für das individuelle Ein- und Ausschalten von Teilbreiten ausgerüstet werden. Jegliches GPS, das in der Lage ist Standortinformationen in der ISO "Section-Control" mit Bus-Standard „ISOBUS“ zu senden, kann zur Teilbreitenschaltung bei einem Anbaugerät eingesetzt werden, sofern es über die ISOBUS-App verfügt.
 
Seit Jahren bietet Joskin das ISOBUS-Terminal für seine Güllefässer an und hat schon mehr als 200 Fahrzeuge damit ausgestattet. Von nun an kann die App den "Section-Control"-Standard einhalten und zum automatischen Schalten der Teilbreiten eines am Güllefass angebrachten Gülleinjektors oder Ausbringbalken genutzt werden. Eine externe GPS-Antenne sendet die Standortinformationen gemäß des Section-Control Standards und die App vergleicht diese Informationen mit den zuvor gespeicherten Positionen, um die Teilbreiten bei den schon gedüngten Flächen auszuschalten.
 
Angesichts der immer genauer werdenden Kontrollen von Stickstoffverlusten bei der Ausbringung, ist eine solche Steuerung hilfreich, da die gesetzlichen Vorgaben sich damit besser einhalten lassen. Somit werden Überlappungen zwischen zwei benachbarten Reihen, am Vorgewende, in den Ecken sowie bei Umgehen eines Hindernisses vermieden.
 
Um diese Technik auf Joskin-Maschinen zu übernehmen, managt man die verschiedenen Ausbringreihen des Anbaugerätes durch die Steuerung von hydraulisch- und druckluftgetriebenen Verschlussmechanismen, z.B. zwölf Teilbreiten beim Schleppschlauchverteiler PendiSlide von 12 m. Jede Sektion von Klemmbacken wird über ein einzelnes Elektroventil gesteuert.
 
Falls benachbarte Reihen sich kreuzen, wird lediglich die Zufuhr des äußeren Schlauches ausgeschaltet, wenn der Fahrer der bereits behandelten Fläche zu nahe kommt. Das Timing lässt sich auch vom Fahrer einstellen; um einen großen Abstand zwischen zwei benachbarten Reihen zu vermeiden. So lässt sich beispielsweise die Teilbreitenschaltung so einstellen, dass sie ausgeschaltet wird, sobald die Überlappungsrate bei 50 % liegt (ähnlich wie beim Befahren mit dem äußersten Schleppschuh in den Fahrspuren der benachbarten Reihe).
 
Natürlich erkennt das ISOBUS-Terminal sofort den aus der Teilbreitenschaltung resultierenden  Druck- und Durchflussunterschied und steuert dementsprechend das Hauptzufuhrventil des Verteilerkopfes, um die gewünschte Ausbringmenge zu erhalten.
 
Mehr Infos unter www.joskin.com oder Tel. 0032 43 77 35 45.
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