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Wirtschaft & Unternehmen

Kleiner Drescher, kinderleichte Technik

von , am
25.08.2014

Im vergangenen Jahr kündigte John Deere eine neue Mähdrescherserie für kleinere Betriebe an, den W440. In dieser Saison ernteten die ersten Maschinen zur Zufriedenheit der Landwirte. Die LAND & Forst konnte eine Vorführmaschine im Landkreis Friesland begleiten.

Zugegeben, der Sommergerstenbestand von Landwirt Marko Harms in Wüppels, Gemeinde Wangerland, war nun nicht gerade eine extreme Herausforderung für den neuen W440 von John Deere, aber um sich mit der Maschine vertraut zu machen reichte es allemal. Kurz gesagt: Es ist eine einfache, zuverlässige und leistungsstarke Maschine. Die Wartung ist nicht kompliziert, unterm Strich stehen somit geringe Betriebskosten. Der W440 wird unter der Marke John Deere vertrieben und ist das Ergebnis einer Kooperation mit dem finnischen Hersteller Sampo Rosenlew.
 
Auf seinen 140 Hektar baut Landwirt Harms Weizen, Gerste und Raps an. Weiterhin bewirtschaftet er einen 40.000er Hähnchenmaststall und presst einige Rundballen als Lohnunternehmer. Momentan setzt er noch auf einen 36 Jahre alten Claas-Dominator 105, doch für die Saison 2015 soll eine neue Maschine auf dem Hof arbeiten, deshalb ließ er sich den W440 vorführen: "Wir sind mit dem alten Drescher immer noch zufrieden, aber er wird langsam müde, die Teile dünner und anfälliger. Wir brauchen hier aber eine Maschine, denn so viele Druschtage wie wir 2014 hatten, haben wir normalerweise nicht. Flexibilität und Unabhängigkeit sind daher die Zauberworte, andernfalls bekommen wir unser Getreide nicht mit der entsprechenden Qualität vom Halm. Es wird sonst ein Nervenspiel und wir wollen auch so wenig wie möglich trocknen müssen. Der Regen kommt früher oder später in jeder Ernte."
 
Mit Blick auf den Kauf der neuen Maschine, steht der Service für den Landwirt ganz weit oben. Er braucht ihn zuverlässig und schnell in seiner Nähe. Durch einige Änderungen in der Händlerstruktur, auch die Firma Schröder mit Fendt ist noch im Rennen, kann Marko Harms bei den Fabrikaten fast aus dem Vollen schöpfen, doch er mag sich insofern festlegen, indem er sagt: "Der nächste Mähdrescher wird definitiv von einem Hersteller in grüner Farbe kommen…".
 
Stefan Dahm von John Deere sieht ganz klar kleine bis mittelgroße Ackerbaubetriebe (50 bis 150 ha) und Mischbetriebe im Fokus für diese neue Mähdrescherbaureihe. "Diese Landwirte stehen immer wieder im Sommer vor den Herausforderungen: Ich will ernten, sobald ich mein Getreide sicher einfahren kann. Meine alte Maschine ist in die Jahre gekommen, ich habe aber nicht die Flächen, um einen mit Technik vollgepackten große Mähdrescher rentabel einzusetzen. Ich suche nach einer einfachen Lösung, um meine alte Maschine zu ersetzen", so Dahm.
 
Die Maschine zeichnet eine gute Zugänglichkeit von allen Seiten aus. Die auf Wunsch lieferbare Vordreschtrommel (PTC) glättet den Gutfluss vor der Haupttrommel, sodass der Drusch reibungsloser ablaufen kann. Beim Dreschwerk ist es möglich Vor- und Hauptkorb unabhängig voneinander einzustellen.
 
Neu ins Programm wurde in diesem Jahr auch noch der W330 aufgenommen. Er rundet das Programm nach untern ab und verfügt über einen 6,6 l Motor, fünf Schüttler und einen 5.200 l fassenden Korntank.
Mehr Infos auch unter www.rebo.de oder www.deere.de
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