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Wirtschaft & Unternehmen

KWS: Umwandlung in Europäische Gesellschaft (SE)

von , am
09.01.2015

Ordentliche Hauptversammlung der KWS-Aktionäre in Einbeck. Welche Zahlen das Geschäftsjahr bestimmten, wer jetzt im KWS-Vorstand sitzt und warum der KWS-Konzern in eine Europäische Gesellschaft umgewandelt wurde, erfahren Sie hier.

Allen Vorschlägen von Aufsichtsrat und Vorstand haben die Aktionäre der KWS SAAT AG (ISIN: DE0007074007) auf der ordentlichen Hauptversammlung in Einbeck mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Dividende bleibt trotz eines um neun Prozent gesunkenen Betriebsergebnisses (EBIT) im Geschäftsjahr 2013/2014 stabil. Bei einer insgesamt guten operativen Entwicklung reduzierten sich die Erträge überwiegend durch die planmäßig gestiegenen Aufwendungen für Produktentwicklung und Vertrieb.
 
Die Aktionäre sprachen sich für eine Umwandlung der KWS SAAT AG in eine Europäische Gesellschaft (SE) aus. Mit dieser Maßnahme soll der wachsenden Bedeutung der europaweiten und internationalen Geschäftsaktivitäten im KWS Konzern Rechnung getragen werden. Immerhin sind bereits knapp zwei Drittel der Mitarbeiter außerhalb Deutschlands für KWS im Einsatz. Die KWS SAAT AG besteht in der Rechtsform der SE fort und die Beteiligung der Aktionäre an der Gesellschaft bleibt hiervon unberührt.
 
Die Aktionäre von KWS begrüßten die langfristige Wachstumsstrategie des Vorstands. So wurden auch im Geschäftsjahr 2013/2014 (per 30.6.) die Investitionen für das zukünftige Unternehmenswachstum erhöht. Die F&E-Aufwendungen stiegen um 6 % auf 148,8 (Vorjahr: 140,4) Mio. €. Daraus resultiert eine F&E-Quote bezogen auf den Umsatz von 12,6 (12,2) %.
 
Der Umsatz stieg um 2,7 % auf 1.178,0 (1.147,2) Mio. €. Bereinigt um negative Währungseinflüsse hätte das Umsatzwachstum 7,1 % betragen. Wegen gestiegener Aufwendungen für Produktentwicklung und Vertrieb in Höhe von 21,9 Mio. € sowie ergebnismindernder Währungseffekte von rund 4 Mio. € erzielte KWS ein Betriebsergebnis (EBIT) von 138,4 (152,1) Mio. €. Die EBIT-Marge lag bei 11,8 (13,3) Prozent. Der Jahresüberschuss vermindert sich aber aufgrund steuerlicher Sondereffekte überproportional auf 80,3 (92,3) Mio. €. In der Kapitalflussrechnung beliefen sich die Cash Earnings auf 110,4 (109,5) Mio. €. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sank dagegen wegen erhöhter Vorräte aufgrund guter Ernten auf 61 (84,6) Mio. €. Die Bilanzsumme erhöhte sich leicht um 3,6 % auf 1.262,8 (1.218,7) Mio. €.
 
Durch erfolgsneutrale Währungseinflüsse in Höhe von 19,2 Mio. € und Effekte aus der Übernahme der Minderheitenanteile am Getreidegeschäft fiel das Eigenkapital leicht um 1,8 % auf 637,8 (649,6) Mio. €. Das entspricht einer stabilen Eigenkapitalquote von 50,5 (53,3) %.

Wie der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Andreas J. Büchting bereits auf der Hauptversammlung 2013 bekannt gegeben hatte, schied der langjährige Vorstandssprecher Philip von dem Bussche zum Ende des Jahres 2014 aus dem Vorstand der KWS SAAT AG aus. Für ihn hat Dr. Hagen Duenbostel, der bis Mitte 2013 KWS Finanzvorstand war und seither für das Segment Mais zuständig ist, zum 1. Januar 2015 die Funktion des Sprechers im Vorstand übernommen.
 
Bereits mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 hatte der Aufsichtsrat Dr. Peter Hofmann neu in den Vorstand der KWS berufen. Dr. Hofmann übernahm dort von Philip von dem Bussche die Verantwortung für die Produktsegmente Zuckerrüben und Getreide sowie für das Corporate Marketing. Dr. Peter Hofmann ist seit 20 Jahren für KWS tätig und leitet seit 2005 das operative Geschäft des Segments Zuckerrüben.
 
KWS ist mit einem Umsatzplus von 7,8 Prozent in das erste Quartal des Geschäftsjahres 2014/2015 gestartet. Dabei entwickelten sich die Funktionskosten, darunter die Aufwendungen für Vertrieb sowie Forschung & Entwicklung, plangemäß. Im Gesamtjahr sollen diese erneut deutlich erhöht werden, um junge Absatzmärkte zu erschließen und die Züchtung ertragsstarker neuer Sorten weiter voranzutreiben. Insgesamt rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2014/2015 für die KWS Gruppe mit einem Umsatzanstieg von 5 % bei einer EBIT-Marge von mindestens 10 %.
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