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KWS: Zuckerrübe als Multitalent

Zuckerrübe-Rübenernte
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Werner Raupert, LAND & Forst
am
21.12.2017

KWS weiter auf Erfolgskurs: Auch im schwierigen Marktumfeld hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2016/17 einen Umsatzzuwachs von 3,7 % auf 1.075 Mio. € erzielt.

Die KWS setzt ihre Erfolgsgeschichte fort: Auch im schwierigen Marktumfeld hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2016/17

  • einen Umsatzzuwachs von 3,7 % auf rund 1.075 Mio. € erzielt und
  • das Ergebnis um 1,1 % auf 132 Mio. € verbessert.

Und noch eine Botschaft hatte Dr. Peter Hofmann, Mitglied des Vorstandes, auf der Fachtagung Zuckerrübe in Einbeck:

  • KWS wird auch zukünftig unabhängig bleiben und nicht wie andere Firmen nach dem Motto „Wachstum um jeden Preis“ agieren.
  • Trotz der Neuausrichtung des Zuckermarktes bleibt die Zuckerrübe im Konzern auch weiterhin eine wesentliche Kultur im Züchtungssegment. Dafür wendet KWS allein 47 Mio. € für Forschung und Entwicklung auf.

KWS-Sorten dominieren offizielle Sortenversuche

    Dieses Geld scheint gut angelegt. KWS-Sorten dominieren auch in diesem Jahr wieder die offiziellen Sortenversuche. Im wichtigsten Bereich der rizomaniatoleranten Sorten belegen die KWS-Sorten Danicia, Lisanna, Annelaura und Rashida die ersten Plätze. Wer die höchste Wertschöpfung sucht, kommt an diesen Sorten nicht vorbei.

    KWS-Berater Jürgen Lutterloh empfahl außerdem:

    • Im Leistungsvergleich mit Nematodenbefall die KWS-Sorten Lisanna und vor allem die neue blattgesunde Sorte Annarosa, die sowohl unter Befall als auch unter Nichtbefall den höchsten Bereinigten Zuckerertrag in diesem Jahr erreicht hat.
    • Für Standorte mit Nematodenbefall und zusätzlich hohem Rizomaniadruck kommt die Spezialsorte Fiorella (RZ 2.0 # NT) in Frage.
    • Als klassische zuckerbetonte Sorte kommt unter Nematodenbefall Evamaria zum Zug. Sie zeigt auch bei Gürtelschorfdruck den geringsten Befall.
    • Für das Biogassegment für höchste Trockenmasseerträge passt Feliciana KWS.  

    Zuckerrüben als wichtiger Agrarrohstoff

    Eine weitere Botschaft war: Die Rübe kann mehr als nur Zucker! Sie ist mittlerweile ein wichtiger Agrarrohstoff. Neben der Industriezucker- und  Ethanolerzeugung wird die Rübe als Biogassubstrat und ganz neu auch als „Feedbeet“ zur Rinderfütterung eingesetzt. Fütterungsversuche haben ergeben, dass durch die Verfütterung von Rüben der durchschnittliche  Milchfett- und Milcheiweißgehalt erhöht werden kann.

    KWS sieht angesichts dieser Ergebnisse schon Potenzial für die Rinderfütterung weltweit. Praktische Erfahrungen aus anderen Ländern wie Neuseeland belegen die Leistungssteigerung der Kühe durch die Verfütterung von Rüben.

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