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Wirtschaft & Unternehmen

Landia-Biogasgewinnung: Drei bis fünf Prozent höherer Methangehalt

von , am
02.03.2015

Das GasMix-System wurde speziell für unterschiedliche Substrateigenschaften entwickelt und ist seit Frühjahr 2007 erfolgreich in Anlagen in Europa und Nordamerika im Einsatz.

Viele Biogasanlagen lassen sich wegen der mechanischen Teile im Inneren des Behälters schlecht warten. Beim Öffnen der Folie entweicht das bereits gewonnene Gas und bei Reparaturen fällt die Anlage oft ein bis zwei Tage aus, was für den Betreiber mit einem entsprechenden Verlust einhergeht. Außerdem erzeugen herkömmliche Rührwerke nur eine kreisförmige Strömung am Boden, während sich an der Oberfläche eine Schwimmdecke bildet, die verhindert, dass das Gas aufsteigt, was ebenfalls Einbußen bedeutet. Das zum Patent angemeldete GasMix-System der Landia GmbH wird hingegen extern installiert und ist somit leicht wartbar. Es besteht aus einem Diffusor für die Gaseinperlung und ein bis zwei Mischdüsen zur Durchmischung des Substrats und bewirkt in der Vertikalen eine zusätzliche Bewegung durch das aufsteigende Gas. Dank dieses dreidimensionalen Effekts ist die Ausbeute bei geringeren Einschaltzeiten deutlich besser.
 
Das GasMix-System wurde speziell für unterschiedliche Substrateigenschaften entwickelt und ist seit Frühjahr 2007 erfolgreich in Anlagen in Europa und Nordamerika im Einsatz. Die hocheffiziente Schlamm- und Gas-Mischkombination von Landia arbeitet durch eine verbesserte Desintegration von Zellstoffen und Gas-Rezirkulation im Substrat besonders energiesparend und erreicht dabei einen um drei bis fünf Prozent höheren Methangehalt. Durch den Schlamm-Gas-Diffusor einer Mischdüse im oberen und einer Mischdüse im unteren Bereich entsteht beim GasMix-System eine dreidimensionale Rührwirkung, die die Bildung von Schwimmdecken verhindert.
 
Sobald die Chopperpumpe läuft, wird das Substrat im Bodenbereich des Tanks in das Messersystem gezogen, sodass alle Klumpen zerkleinert werden. Das zerkleinerte Substrat hat eine größere Oberfläche was zu einer schnelleren Zersetzung führt. Das im oberen Bereich des Behälters befindliche Gas wird abgezogen, über das Venturisystem der Pumpe erneut mit Schlamm vermischt und unter hohem Druck durch den Diffusor zurück in die untere Hälfte des Behälters gepresst, was zu einer starken Durchmischung des Tankinhalts führt. Dadurch wird das Gas teilweise wieder flüssig und ist bereit neue Bindungen einzugehen, wodurch das gewonnene Methan reiner wird. Außerdem beschleunigt sich der Verrottungsprozess, so dass eine größere Menge schneller als bisher verarbeitet werden kann und somit insgesamt eine bessere Ausbeute erzielt wird. Das System kommt dabei ohne wartungsintensive, großblättrigen Propeller aus, mit denen herkömmliche Rührwerke typischerweise arbeiten.
 
Mehr Infos unter www.landia.de oder Tel. 04453-489890.
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