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Wirtschaft & Unternehmen

Lemken wächst erneut zweistellig

von , am
05.02.2013

Lemken schließt das Geschäftsjahr 2012 wieder mit einem Rekordergebnis ab: Insgesamt 340 Mio. Euro Umsatzerlöse hat die Lemken Gruppe im vergangenen Jahr weltweit erwirtschaftet und mit einer Zuwachsrate von 20 % erstmals die 300 Mio. Euro-Marke überschritten. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 1.070.

"Vor allem die guten Preise für Agrarerzeugnisse sorgten für eine positive Stimmung bei den Landwirten, die sich durch Investitionen in moderne Landtechnik weiter professionalisieren", erläutert Geschäftsführer Dr. Franz-Georg von Busse. Sein neuer Kollege und Sprecher der Geschäftsführung bei Lemken, Anthony van der Ley, ergänzt: "Die hohe Auslastung zu Beginn des neuen Jahres deutet auf einen erneut guten Geschäftsverlauf hin". Auch die Investitionspläne des Landtechnikspezialisten dokumentieren den Wachstumskurs. Denn für die nächsten fünf Jahre plant Lemken neue Werkshallen sowie Produktions- und Versorgungsanlagen für über 50 Mio. Euro. Die zielen vor allem auf Erweiterungsmaßnahmen am Standort Alpen, um die Kapazitäten in der Fertigung und Montage erheblich auszuweiten. Mitte des Jahres 2013 soll außerdem mit dem Bau des neuen Entwicklungswerks begonnen werden, in dem die stark gewachsene Zahl an Ingenieuren und gleichzeitig die Versuchshalle untergebracht sein werden.
 
Die positive Geschäftsentwicklung resultiert aus Umsatzsteigerungen in fast allen Vertriebsgebieten. Im deutschen Heimatmarkt konnte Lemken 14 % mehr umsetzen. Auch in Frankreich, dem größten Auslandsmarkt, wuchsen die Geschäfte erfreulich. Positiv war ebenfalls die Entwicklung in Großbritannien. Auf den für Lemken wichtigen osteuropäischen Märkten trugen zusätzliche Projektgeschäfte einen Großteil zum Wachstum bei. Junge Märkte wie Südafrika, Kanada oder China, wo Lemken erste Vertriebsstrukturen aufgebaut hat, bestätigten mit sehr guten Zuwächsen den richtigen Weg. Insgesamt stieg der Exportanteil auf 73 %.
 
Vom Umsatzwachstum konnten praktisch alle Produktgruppen profitieren. Besonders erfreulich war der Anstieg bei Pflügen, wo Lemken mit der neuen Anbaupfluggeneration Juwel mit DuraMaxx-Körpern sowie mit den neuen Aufsattelpflügen Diamant sein Programm deutlich aufgewertet hat. Ähnlich gut verkauften sich die blauen Drillmaschinen. Im noch jungen Produktsegment Feldspritzen konnte Lemken mit den überarbeiteten Anbauspritzen Sirius 8 und 10 seine Marktposition weiter stärken. Insgesamt wurden knapp 15.000 Geräte an den deutschen Standorten in Alpen, Föhren und Meppen produziert.
 
Lemken hat weltweit nunmehr 22 Tochterunternehmen. Angesichts der zunehmenden Umsatzanteile dieser Vertriebsgesellschaften und des neuen indischen Werks in Nagpur, das im Herbst 2012 den Betrieb aufnahm, publiziert Lemken ab jetzt die Umsatzzahlen der Unternehmensgruppe. Ab kommendem Jahr werden darin auch die Umsätze des neuen Montagewerks in Qingdao enthalten sein, das Mitte 2013 in Betrieb geht. Damit wird Lemken auch in China als bedeutsamem Zukunftsmarkt für Landtechnik mit einer eigenen Fertigungsstätte präsent sein.
 
Ebenfalls ein wichtiger Schritt zur Zukunftssicherung des Familienunternehmens Lemken war die Einstellung des neuen Geschäftsführers Anthony van der Ley zum 1. November 2012. Damit wurde die Geschäftsleitung erweitert und zugleich ein gleitender Generationswechsel an der Spitze des Familienunternehmens eingeleitet. Soweit die positive Investitionsstimmung der Landwirte und Lohnunternehmer anhält, erwartet van der Ley für 2013 weiteres Wachstum, wenn auch nicht mehr im gleichen Ausmaß wie in den beiden Vorjahren.
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