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Wirtschaft & Unternehmen

Mit dem Lexion 700 in die "Vierte Dimension"

von , am
19.08.2015

Kürzlich stellt das Unternehmen Claas in der Region Magdeburg eine Reihe neuer Maschinen vor. Schwerpunkt war der neue Mähdrescher Lexion 700:

Oft sind es heute Weiterentwicklungen im Detail, die für mehr Leistung, Einsatzsicherheit, Effizienz und Fahrerkomfort im Bereich der Mähdrescherentwicklung sorgen. Genau darauf hat man in Harsewinkel bei der Weiterentwicklung der Baureihe Lexion 700 geschaut und sich dieses Mal auf Verbesserungen in der Reinigung und Restkornabscheidung, am Strohhäcksler und der Elektronik konzentriert.
 
Der neue Lexion nimmt in der Abgasregelung die nächste Stufe. Mit der Abgasreinigungsstufe Tier 4 wechselt Claas den Motorenanbieter von CAT auf Mercedes-Benz. In den Spitzenmodellen 780 und 770 arbeitet ein Mercedes-Benz-Motor der neuesten Generation mit bis zu 15,6 Liter Hubraum. Für den Lexion 780 stehen so maximal 626 PS zur Verfügung. Die Modelle 750 und 740 werden von einem 10,7 Liter Hubraum Mercedes-Benz-Motor angetrieben. Die Ausnahme von der Regel bildet der neue Perkins-Motor im Modell 760.
 
Die Modelle 750 und 740 haben außerdem das Kühlsystem Dynamic Cooling mit variablem Lüfterantrieb bekommen. Dabei wird immer nur die Kühlleistung bereitgestellt, die auch tatsächlich von der Maschine benötigt wird.
 
Angepasst an die gestiegene Leistung hat Claas bei den zwei größten Modellen 780/770 Terra Trac das Korntankvolumen erhöht – auf maximal 13.500 Liter. Mit der Entleerleistung von 130 l/s ist der Korntankinhalt in weniger als zwei Minuten überladen.
 
Stand der Technik in der Restkornabscheidung sind beim 700 fünf Rotorkörbe, sechs beim 780, und hydraulische Rotorklappen auf den ersten zwei Segmenten.
 
Für den Ausgleich von Querneigung war bei Claas bisher die 3D-Reinigung Stand der Technik. Dabei vermindert die aktive Steuerung des Obersiebes die Mattenbildung auf dem Sieb. Ohne diesen Ausgleich drohen beim Mähdrusch in kupiertem Gelände Reinigungs- bzw. Leistungsverluste. Diese Problematik gewinnt mit steigender Maschinenleistung natürlich an Brisanz.
 
Für die Lexion 700 hat Claas deshalb die 4D Reinigung entwickelt. Sie besteht aus den beiden Komponenten hangabhängige Rotorklappensteuerung und automatische Gebläsesteuerung. Ist die Maschine mit dieser Reinigung ausgerüstet, bekommt sie ein zusätzliches drittes Paar Rotorklappen. Die aktive Steuerung der Klappen geschieht in Abhängigkeit zur Quer- und Längsneigung der Maschine sowie der aktuellen Belastung von Abscheidung und Reinigung. Die hang- oder talseitigen Hälften der Rotorklappen-Segmente werden dazu automatisch geöffnet oder geschlossen. Die Gebläsedrehzahl wird dabei automatisch an Bergauf- oder Bergabfahrt angepasst. Die neue Reinigung greift also schon in der Restkornabscheidung ein und entlastet so die Reinigung. Sie läuft automatisch im Hintergrund ab und bedarf keiner weiteren Steuerung durch den Fahrer. Sie ist voll integriert ins Cemos Automatic und trägt zur voll automatischen Maschinenoptimierung bei. Natürlich kann der Fahrer manuell eingreifen und das System über das Cebis Terminal bei Bedarf ausschalten.
 
Für die Ernte in kupiertem Gelände sind die beiden Modelle 760 und 750 auch als Montana Version verfügbar und können eine Querneigung bis zu 17 % ausgleichen.
 
Die Dimensionen geändert hat man ebenso beim Strohhäcksler. Die Trommel im Durchmesser um 5 cm gewachsen und ermöglicht so eine gleichmäßigere Häcksellänge, Gutannahme und -führung. In Kombination mit einem Streublechverteiler sorgt die größere Häckseltrommel für eine verbesserte Beschleunigung des Häckselgutes.
 
Auch beim Einsatz des kennfeldgesteuerten Radialverteilers erreichen die neuen Modelle ein noch gleichmäßigeres Streubild. Dafür hat der Radialverteiler einen mechanischen Antrieb bekommen. Der neue Verteiler ist nicht nur drehzahlstabiler, sondern bietet vor allem ein Plus im Bedienkomfort und verminderten Kraftstoffverbrauch.
 
Der Reibboden und die Gegenmesser des Häckslers lassen sich jetzt hydraulisch bequem von der Kabine aus übers Cebis Terminal verstellen. Auch die Umstellung zwischen Transportposition, Häckseln und Schwadablage kann der Fahrer per Knopfdruck aus der Kabine regeln.
 
Um kritische Lastspitzen frühzeitig zu erkennen, hat Claas für den neuen Lexion eine automatische Gutflusskontrolle entwickelt. Dabei werden die Drehzahlen von Motor, APS Dreschwerk und Roto Plus Restkornabscheidung überwacht und abgeglichen. Tritt doch einmal der Ernstfall ein, werden der Einzugskanal, das Vorsatzgerät und die Korntankentleerung sofort automatisch abgeschaltet, sodass es gar nicht erst zu einem Einsatzausfall kommt.
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