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Zaunbau

Wo ist die Lücke?

von , am
20.12.2016

Weidetiere wolfssicher einzäunen – leichter gesagt als getan. Was muss ein professioneller Zaun „können“, und worauf sollten die Tierhalter achten?

Zaunbau
Harte, elastische Robinienholz-Pfähle lassen sich mittels Ramme in den Boden treiben. © Cord Leymann

Mit 50 t Schlagkraft haut die Ramme zu. In kurzer Zeit ist der Robinienpfahl bis zur Hälfte in der Erde verschwunden.
Auf dem Betrieb von Behr in Häuslingen (Lk. Heidekreis) wird ein neuer Zaun gezogen. Lukas Hashagen, Ingolf Helmken und ihr Chef Martin Holm sind Profis im Zaunbau. Holm ist seit über 20 Jahren im Geschäft.

3,20 m sind die längsten Pfähle, die von der mitgebrachten Ramme, ohne vorab zu graben, in den Boden gestoßen werden.

500 kg ziehen an einem Pfosten

Das Zaunsystem, das auf dem Betrieb von Behr verbaut wurde, ist ein sogenanntes Spanndraht-System. Mit rund 100 kg Zuglast wird jeder einzelne Draht angespannt. Heißt, bei fünf Drähten ziehen 500 kg an einem Pfosten. An allen Ecken und Kurven werden die stabilsten Pfosten in den Boden gerammt.
Die großen Edelstahlfedern dienen dem Temperaturausgleich an heißen und kalten Tagen. Geländeabhängig werden die Pfähle zwischen sieben und zehn Metern gesetzt.

 

Verschiedene Varianten

Als Schutzzaun gegen den Wolf schreibt die Niedersächsische Wolfsrichtlinie eine von drei Varianten vor: Mechanisch wirkender Zaun, Kombiniert mechanisch/elektrisch wirkender Wolfszaun, Elektrozaun.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst 51/16 ab Seite 47. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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