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Wirtschaft & Unternehmen

Mix Feeder: Mischen ist seine Mission

von , am
16.07.2014

GEA Farm Technologies Füttern und Melken sind die Arbeitsblöcke, die in der Milchviehhaltung am meisten Zeit beanspruchen. Ein Grund dafür, über Automatisierungslösungen für diese Bereiche nachzudenken. Beim Melken haben sich Automatische Melksysteme mittlerweile als Standardlösungen in der Praxis etabliert. Systeme zur automatischen Fütterung sind im Vergleich (noch) weniger verbreitet.

Wie ein automatisches Fütterungssystem praktisch arbeitet, stellte das Unternehmen GEA Farm Technologies kürzlich auf dem Milchviehbetrieb von Ludger Kuhlage in Milte im Kreis Warendorf vor. 2012 hat der Landwirt einen Boxenlaufstall gebaut. Im Innern übernehmen zwei Roboter das Melken, der GEA-Mix-Feeder das Füttern der Kühe. Das System besteht aus mehreren Elementen: An der Längsseite des Stalles befinden sich drei Kratzbodenbunker á 16 m³ Fassungsvermögen für Mais- und Grassilage, ein 8-m³-Magazin für Stroh, Kraft- und Mineralfuttersilo sowie eine Feuchtannahme für Pressschnitzel. Die Futterkomponenten werden direkt in den schienengeführten und batteriebetriebenen Mischwagen dosiert, der den Kühen das Futter auf zwei 2,80 m breiten Außenfuttertischen vorlegt. Die laktierenden Kühe erhalten achtmal täglich frisch angemischtes Futter. Die Ration enthält 23 kg Mais, 14 kg Gras, 7 kg Pressschnitzel, 3 kg Ausgleichsfutter sowie Stroh und Mineralfutter. Der Mix Feeder füttert nicht nur im neuen Stall: Über überdachte Schienenbahnen gelangt er auch zu den Jungtieren, die in den benachbarten Altgebäuden untergebracht sind. Sie bekommen zweimal täglich Futter vorgelegt. Die Trockensteher erhalten – je nach Gruppengröße – ebenfalls zwei bis dreimal täglich eine frisch angemischte Ration.
 
Eduard Sengen, GEA-Gebietsverkaufsleiter für NRW und Hessen, empfiehlt das Mix Feeder System für Bestände mit bis zu 250 Kühen plus Nachzucht. Für größere Bestände mit bis zu 500 Kühen bietet das Unternehmen das sogenannte Mix & Carry System. Dabei mischt ein stationärer Mischer die Futterrationen, die ein schienengeführter Wagen anschließend verteilt.
 
Einfachere und kostengünstigere Lösungen sind der sogenannte Free-Stall-Feeder – ein Verteilwagen, der vorgemischte Rationen ausdosiert – sowie der Belt Feeder. Dabei handelt es sich um ein Futterband, das den Futtertisch von oben beschickt. Laut Sengens Aussage hat GEA weltweit rund 1.000 automatische Fütterungsanlagen in Betrieb. In Nordwestdeutschland füttern rund zehn GEA-Systeme.
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