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Wirtschaft & Unternehmen

Neue Maßstäbe aus Schweden

von , am
06.06.2013

Kürzlich konnten sich deutsche Agrarjournalisten auf Einladung der deutschen Väderstad-Tochter im schwedischen Mutterkonzern informieren. Es war ein offener Blick hinter die Kulissen des Unternehmens.

Der Väderstad-Vorstandsvorsitzende Crister Stark stellte aktuell den Betrieb vor. So habe man 2012 einen Umsatz von 240 Mio. Euro erzielt und das Jahr 2013 lasse eine weitere Steigerung erwarten. Mittlerweile verfüge man über elf Vertriebsgesellschaften (Verkauf, Service, Ersatzteile) und drei Montagestätten (Schweden, Kanada, Russland).
 
Als Meilensteine für das laufenden Jahr nannte Stark die Investition in eine neue Halle für innerbetriebliche Logistik (7 Mio €) und die Ausweitung der Produktion und Verbesserung innerbetrieblicher Abläufe (9Mio. €). Stolz ist er auch auf die Markteinführung der Väderstad Strip Drill, eine neue Drillmaschinenkombination für Streifenbearbeitung und mehr Ertragsstabilität.
 
Weiterhin, so Stark, verlängert Väderstad ab sofort die Garantiezeit für alle Produkte auf zwei Jahre. Damit setzt das schwedische Familienunternehmen einen neuen Standard für die Landtechnik-Branche. Die Garantiezeit-Verlängerung ist Teil der Väderstad Qualitätsstrategie und Qualitätssicherung. „Die verlängerte Garantie zeigt, dass Väderstad den Fokus auch künftig auf die Qualität seiner Maschinen legt. Der Qualitätsgedanke zieht sich bei uns durch den gesamten Prozess. Das beginnt bereits bei der Entwicklung und Auswahl der Materialien und setzt sich in Produktion und  Testverfahren fort. Stabilität und Lebensdauer stehen bei uns auch in Zukunft ganz obenan“, erläuterte Stark.
 
Bereits in der Entwicklungsphase neuer Maschinen prüft Väderstad technische Alternativen und Lösungen in computergestützten Tests und Feldprüfungen mit Blick auf die Qualität und Langlebigkeit. Dazu haben die Schweden über viele Jahre ein aufwändiges industrielles Test-System entwickelt. "Von der Qualität unserer Entwicklungs- und Testmethoden sind wir so überzeugt, dass wir unseren Kunden jetzt die zweijährige Garantie auf alle unsere Produkte gewähren", unterstreicht Crister Stark.
 
Die neue Carrier 925 XL und 1225 XL wurde 2013 offiziell auf der SIMA in Paris vorgestellt. Diese neuen Mitglieder der Carrier Familie wurden für die Anforderungen der Landwirte entwickelt, die große Mengen an Ernterückständen einarbeiten müssen. Die großen Scheiben können bis zu 15 cm tief arbeiten. Jede Scheibe lässt sich einzeln im Schnittwinkel verstellen und die Zacken der Scheiben sind angeschliffen, um die aggressive Form länger zu erhalten.
 
Die Scheiben haben einen Durchmesser von 61 cm und können einzeln im Schnittwinkel von 10 bis 18 Grad verstellt werden, um je nach Arbeitstiefe ein optimales Ergebnis zu erzielen. Dies erlaubt die gleiche Präzision und Leichtzügigkeit bei flacher oder tiefer Bearbeitung bis zu 15 cm. Man benötigt ca. eine halbe Stunde, um alle Scheiben zu verstellen. "Das lohnt sich, da sich die Maschine leicht an jede Situation und verschiedene Früchte anpassen lässt", schildert Crister Stark.
 
"Eine andere Besonderheit sind die geschärften Scheiben. Sie erhöhen die Schnittwirkung und die Scheibe bleibt auch bei zunehmendem Verschleiß aggressiv", sagt Magnus Samuelsson, Produktmanager bei Väderstad. Die Scheiben sind in X-Form angeordnet, was die Seitenzugkräfte neutralisiert und die Maschine so exakt hinter dem Schlepper läuft. Den größten Nutzen hat man bei der Nutzung zusammen mit GPS Systemen, da die Überlappungen auf ein Minimum reduziert werden können. Die Maschine läuft so auch in hügeligem Gelände mittig hinter dem Schlepper.
 
Eine weitere Neuheit ist das Vorwerkzeug für Rapid Drillmaschinen RDA 600-800 S. Das „Disc Aggressive” ist zur Bodenbearbeitung, zur Mulchsaat mit vielen Ernterückständen, aber auch auf gepflügtem Land unter schwierigsten Bedingungen einsetzbar. Die Scheibenarme, Lager und Scheiben stammen von der Carrier Kurzscheibenegge. Sie sind dazu ausgelegt, auch große Mengen von Ernteresten zuverlässig einzuarbeiten. Das System ermöglicht eine intensive Bodenbearbeitung und ist folglich noch stabiler ausgelegt. Die zwei Scheibenreihen sind X-förmig angeordnet. In Kombination mit einem Crossboard Light wird ein exakter Geradeauslauf und ein ebenes Saatbett erzielt.
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