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Wirtschaft & Unternehmen

Neue Modelle von Claas

von , am
10.07.2013

Präsentation Kürzlich stellte das Unternehmen Claas neue Maschinen vor. Im Vordergrund stand der Teleskoplader Scorpion, aber auch im Bereich Futterernte wurde neue Technik präsentiert. Zusätzlich wurde den Journalisten der Pflanzensensor gezeigt.

Nach der Einführung der Scorpion Teleskoplader im Jahr 2005 stellt Claas nun eine komplett neue Baureihe vor, die vor allem im oberen Leistungssegment eine "Gabel drauflegt" in Sachen Leistung, Komfort und Wirtschaftlichkeit. Das Unternehmen stellte sechs Modelle mit Hubhöhen zwischen 6 m und 8,8 m sowie Hubkräften zwischen 3 und 5,5 t vor.
 
Für die Aufnahme der höheren Belastungen wurde für beide Baureihen ein neues Rahmenkonzept entwickelt. Ein wesentliches Merkmal ist der tiefe Anlenkpunkt des Teleskoparms im Rahmen. Im abgesenkten Zustand ist der Teleskoparm völlig im Rahmen eingelassen und gewährleistet so Standsicherheit und eine unbehinderte Sicht auf die rechte Seite der Maschine. Dank des neuen Chassis ist jetzt außerdem die maximale Bereifung mit 600/55-26.5 noch größer dimensioniert.
 
Ebenso wurde die gesamte Ladeanlage neu konzipiert. Dank der neuen Bauart und Kinematik erreichen die neuen Modelle eine besonders hohe Losbrechkraft von 72 kN und eine Resttragkraft von zwei Tonnen. In Hub-, Kipp- und Teleskopzylinder sind jetzt Endlagendämpfungen eingebaut, die Schläge in der Ladeanlage verhindern. Zudem verfügt die Ladeanlage jetzt zur Schwingungstilgung über einen Laststabilisator mit Automatikfunktion. Im Automatikmodus wird er ab einer Fahrgeschwindigkeit von 7 km/h automatisch aktiviert und darunter wieder deaktiviert.
 
Über den Joystick, der bei den drei großen Modellen in der rechten Armlehne des Fahrersitzes und bei der kleinen Baureihe in der rechten Seitenkonsole verbaut ist, lassen sich insgesamt 13 Funktionen komfortabel und einfach anwählen. Neu ist die Wahl der drei Fahrbereiche "Schnecke" 0-7 km/h, "Schildkröte" 0-15 km/h und "Hase" 0-30/40 km/h. Alle Modelle sind als 20 km/h-, 30 km/h- und 40 km/h-Version verfügbar.
 
Das Plus an Lade- und Hydraulikleistung der neuen Teleskoplader bedarf eines ebenso leistungsstarken Antriebskonzeptes, das Claas wie bei allen anderen Maschinen auch nach dem Prinzip des Claas Power Systems (CPS) entwickelt hat. Zu diesem Konzept gehören Deutz-Motoren einer neuen Generation, die sich durch ein erhöhtes Drehmoment bei gleichzeitig sparsamem Kraftstoffverbrauch auszeichnen und die Abgasnorm Stage IIIb (Tier 4i) erfüllen. In den beiden größten Modellen 9055 und 7055 sind 4,1 Liter 4-Zylinder Motoren mit einer Leistung von 156 PS und im Modell 7044 sowie der kleinen Baureihe (7035, 7030 und 6030) sind 3,6 Liter 4-Zylinder Motoren mit 122 PS verbaut (bei 2.300 U/min nach ECE R 120).
 
Das Luftführungskonzept für die Motoren ist außergewöhnlich: Die Kühlluft wird im oberen Bereich der Motorhaube angesaugt. Sie durchströmt den Kühler, wird am Motorblock vorbeigeleitet und verlässt den Motorraum oben im hinteren Bereich der Motorhaube zusammen mit den Abgasen. Durch diesen Weg der Luftführung wird vermieden, dass Staub und Schmutz aufgewirbelt bzw. angesaugt wird. Auch für die Reversierung des Lüfters wird saubere Luft aus dem oberen Heckbereich der Maschine angesaugt.
 
Die große Baureihe mit den Modellen 9055, 7055 und 7044 wird schon ab Oktober verfügbar sein. Die kleineren Modelle 7035, 7030 und 6030 werden ab Februar 2014 ausgeliefert.
 
Im vergangenen Jahr hat Claas die Familie der Einkreiselschwader um den Liner 500 Profil für den Dreipunktanbau und das gezogene Modell Liner 500 T erweitert und damit die maximale Arbeitsbreite im Schwaderprogramm auf 4,80 m erhöht. Jetzt erweitert Claas das Programm der Einkreiselschwader nochmals nach oben und bringt mit dem neuen Liner 550 T und einer Arbeitsbreite von 5,20 m den größten Einkreiselschwader auf den Markt. Mit seiner Deichsel ist er auch für den schlagkräftigen Einsatz an kleinen Traktoren gut geeignet.
 
Die 14 Zinkenarme arbeiten mit jeweils fünf Doppelzinken, um auch bei einem großen Kreiseldurchmesser von 4,20 m und hohen Arbeitsgeschwindigkeiten eine saubere Recharbeit zu gewährleisten. Die Arme sind im Schwadgetriebe und durch ein zusätzliches Lagergehäuse dreifach gelagert und über die bewährte Profix Zinkenanbindung mit der Schwaderglocke verbunden.
 
Der Liner 550 T ist mit einem großen Tandemfahrwerk ausgestattet. Für eine verbesserte Bodenanpassung sind optional beidseitig Tasträder verfügbar. Dies sorgt für eine Schonung der Grasnarbe bei der Ernte und beugt Futterverschmutzungen vor. Um auch große Schwaden am Vorgewende überfahren zu können, sind Aushubhöhen über 50 cm realisierbar.
 
Mit den neuen Scheibenmähwerken Disco 3200 F/FC/FRC Profil präsentiert Claas drei Nachfolgemodelle der bekannten Disco 3100 Profil Frontmähwerke. Je nach Modell sind die neuen Disco ohne Aufbereiter, mit Zinken- oder mit Walzenaufbereiter erhältlich. Die Nachfolgemodelle wurden neu gestaltet und haben einen umlaufenden Schutzbügel erhalten. Zudem ist der Mähbalken jetzt besser zugänglich, so dass der Anwender Reinigungs- oder Wartungsarbeiten wie einen Messerwechsel erheblich leichter und schneller vornehmen kann.
 
Für ein hohes Maß an Bodenanpassung wurde die bewährte Profil Kinematik der Vorgängermodelle übernommen. Die dreidimensionale Führung des Mähwerkes wurde beim Disco 3200 nochmals verbessert. Die Querpendelung mit schräg angeordnetem Drehpunkt und der nah am Boden liegende Drehpunkt für die Längsanpassung ermöglichen eine vom Traktor völlig unabhängige Bodenanpassung für einen sauberen Schnitt, auch in kupiertem Gelände. Die Disco 3200 Modelle sind serienmäßig mit Walterscheid Gelenkwellen mit 250 h Schmierintervall ausgerüstet. Optional erhältlich sind hydraulisch klappbare Schutztücher.
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