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Wirtschaft in Niedersachsen

Niedersächsischer Saatzüchter KWS hat Berlin im Blick

KWS-Niedersachsen-Saatgut
Christian Mühlhausen
am
27.12.2017

Der südniedersächsische Saatzüchter KWS wächst und investiert weiter am Stammsitz in Einbeck, Kreis Northeim, wird aber künftig auch in Berlin tätig sein.

Der südniedersächsische Saatzüchter KWS wächst und investiert weiter am Stammsitz des Unternehmens in Einbeck im Landkreis Northeim. KWS wird aber künftig auch mit einem neuen Standort in Berlin tätig sein: Dort soll im Rahmen des weltweiten Umbaus der Konzernstruktur 2018 ein „globales Transaktionszentrum“ entstehen mit zunächst 250 Mitarbeitern aus Einbeck, Wien, Barcelona sowie aus Sao Paulo in Süd- und Minneapolis in Nordamerika.

Einbeck werde allerdings weiter der zentrale Standort mit Unternehmensleitung sowie einer weiter wachsenden Mitarbeiterzahl bleiben. Dort sind derzeit 1.400 der weltweit knapp 5.000 Mitarbeiter tätig.

KWS mit Umsatzwachstum von 3,7 Prozent

Auf der Hauptversammlung des Unternehmens in Einbeck stellte der Vorstand vor 700 Aktionären die Zahlen vor: Das zum 30. Juni 2017 beendete Geschäftsjahr hatte die KWS mit einem Umsatzwachstum von 3,7 Prozent auf rund 1,075 Mrd. Euro abgeschlossen.

Der Ertrag stieg trotz weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen in der Agrarbranche auf ein Ergebnis vor Steuern von 132 Mio. Euro. Die Hauptversammlung beschloss eine Erhöhung der Dividende um 20 Cent oder 6,7 Prozent auf 3,20 Euro pro Aktie.

KWS-Gruppe steigert Umsatz

In den Aufsichtsrat wurden durch die Belegschaft bereits Jürgen Bolduan und Christine Coenen als Arbeitsnehmervertreter gewählt. Die Aktionärsversammlung bestätigte zudem die Anteilseignervertreter Dr. Andreas Büchting, Cathrina Claas-Mühlhäuser und Dr. Marie Theres Schnell für eine erneute Amtszeit.

Zudem wurde Victor Balli aus Zürich als neues Mitglied in den KWS-Aufsichtsrat gewählt – er folgt auf den ausscheidenden Hubertus von Baumbach.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2017/18 hat die KWS Gruppe den Umsatz um zwei Prozent gesteigert. Mit Blick auf das Gesamtgeschäftsjahr erwartet der Vorstand unverändert einen leichten Umsatzanstieg sowie eine Ergebnismarge zwischen zehn und zwölf Prozent des Umsatzes.

Die Investitionen werden nach Unternehmensangaben voraussichtlich auf über 100 Mio. Euro steigen, auch die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden ausgeweitet.

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