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Zuckerindustrie

Nordzucker: Hauptversammlung stärkt Unternehmenskurs

Zuckerwerk von oben
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
10.07.2017

Nordzucker sieht sich gut gerüstet für die Zeit ohne Zuckerquoten und Rübenmindestpreise. Das Ergebnis des Unternehmens liegt deutlich über dem des Vorjahres.

Die Hauptversammlung der Nordzucker AG stand in diesem Jahr unter dem Motto „Bereit für eine neue Zeit“. Im Vordergrund standen das gegenüber dem Vorjahr deutlich bessere Ergebnis, die Vorbereitungen des Unternehmens auf die bevorstehenden Marktveränderungen sowie die Wahlen zum Aufsichtsrat.

Hans-Christian Koehler, der Aufsichtsratsvorsitzende der Nordzucker AG, würdigte in seiner Rede in der Braunschweiger Stadthalle die guten Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres 2016/17. „Wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück, das für unsere Aktionäre eine angemessene Dividende ermöglicht.“

Mit Blick auf die bevorstehende Zeit nach dem Ende der bisherigen Zuckermarktordnung unterstrich er die Bedeutung der Wachstumsstrategie des Unternehmens: „Nordzucker richtet den Blick nach vorn und ist gut gerüstet, um künftig Marktchancen in Wachstumsmärkten auch außerhalb Europas nutzen zu können.“

Nordzucker: Ergebnis deutlich über Vorjahr

Zuvor hatten der Vorstandsvorsitzende Hartwig Fuchs und seine Vorstandskollegen die Ergebnisse sowie den Ausblick auf das bereits laufende Geschäftsjahr erläutert:

  • Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2016/17 um rund sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1.708 Millionen Euro (Vorjahr 1.607 Mio. Euro).
  • Das operative Ergebnis (EBIT) betrug 131 Millionen Euro (Vorjahr: 16 Mio. Euro).
  • Der Jahresüberschuss stieg auf 99 Millionen Euro (Vorjahr 15 Mio. Euro).
  • Das Eigenkapital erhöhte sich auf 1.375 Millionen Euro (Vorjahr: 1.278 Mio. Euro).
  • Die Eigenkapitalquote stieg ebenfalls weiter auf 65 Prozent (Vorjahr: 63,5 Prozent).
  • Nach wie vor ist das Unternehmen schuldenfrei, die Nettoanlage stieg deutlich auf 308 Millionen Euro.

Nordzucker: Ergebnis im Geschäftsjahr 2016/17 auf Höhes des Vorjahres

    Attraktiv war auch der Rübenanbau. Dazu trugen ein gutes Anbaujahr mit dem zweithöchsten Zuckerertrag in der Unternehmensgeschichte und die vorgezogene Auszahlung des Rübengeldes bei:

    • Mit den neuen Vertragsmodellen, die eine Kombination aus ein- und mehrjährigen Verträgen sowie festen und variablen Preisen bieten, sieht sich Nordzucker für die Zeit nach der Quote passend aufgestellt.
    • Verträge in Deutschland für das kommende Anbaujahr 2018/19 sind bereits unter Dach und Fach. Sie wurden deutlich überzeichnet.
    • Auch im Bereich Öko-Rübenanbau wurden erste Verträge abgeschlossen.
    • Im laufenden Geschäftsjahr plant Nordzucker 84 Millionen Euro in die Werke investieren, um auf den Feldern Effizienz, Energieeinsparung und Lagerhaltung weiter zu punkten.
    • Nordzucker geht für das Geschäftsjahr 2016/17 insgesamt von einem Ergebnis mindestens auf der Höhe des Vorjahres aus.

    Das Unternehmen hält an seiner Wachstumsstrategie fest. „Wir werden wachsen, indem wir uns nach neuen Standbeinen in anderen Teilen der Welt umsehen“, erklärte Hartwig Fuchs vor den versammelten Aktionären.

    Nordzucker-Aufsichtsrat auf 15 Mitglieder verkleinert

    Die Hauptversammlung bekräftigte den Kurs des Unternehmens und entlastete Vorstand und Aufsichtsrat nahezu einstimmig. Zudem stimmten die Aktionäre dem Dividendenvorschlag von 1,10 Euro je Stückaktie einstimmig zu. Insgesamt werden rund 53 Millionen Euro ausgeschüttet.

    Mit Ablauf der Hauptversammlung endete turnusgemäß die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder Gerhard Borchert, Helmut Bleckwenn, Joachim Engelke, Dr. Hans-Theo Jachmann, Rainer Knackstedt, Grit Worsch, Michael Gerlif und Hans-Christian Koehler.

    In den auf 15 Mitglieder verkleinerten Aufsichtsrat wiedergewählt wurden:

    • Helmut Bleckwenn (Landwirt, Garmissen),
    • Rainer Knackstedt (Landwirt, Dedeleben),
    • Grit Worsch (Vorstandsvorsitzende Volksbank Osterburg-Lüchow-Dannenberg) sowie
    • Hans-Christian Koehler (Landwirt Barum-Eppensen).
    Mit Material von www.nordzucker.de
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