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Jahreshauptversammlung

Nordzucker kämpft mit rapide fallenden Zuckerpreisen

Nordzucker Fabrik
Eva Eckinger
am
10.07.2018

Nach dem Ende der alten Zuckermarktordnung stürzen der Weltmarktpreis sowie der EU-Preis für Zucker immer weiter ab. Die Branche und auch die Nordzucker AG stehen unter Druck.

Der Weltmarktpreis für Zucker beträgt nur noch 296 €/t, der EU-Preis stürzte von 550 auf 363 €/t ab. Die Branche und auch die Nordzucker AG stehen unter Druck, wie auf deren Jahreshauptversammlung deutlich wurde.

Die positiven Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres 2017/18 der Nordzucker AG täuschten darüber weg, dass mit dem Ende der alten Zuckermarkt-Ordnung eine Zeitenwende stattgefunden hat.

Nordzucker: Tiefpreisphase schwächt Ergebnis

Folgende Zahlen gab die Nordzucker AG auf ihrer Jahreshauptversammlung bekannt:

  • Die Holding hatte im Geschäftsjahr 2017/18 ihr operatives Ergebnis (EBIT) auf 154 Millionen Euro (Vorjahr: 131 Mio. Euro) gesteigert.
  • Auch der Konzernjahresüberschuss hatte sich mit 118 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr (99 Mio. Euro) weiter verbessert.

Dennoch belasteten die rapide fallende Zuckerpreise das vierte Quartal 2017/18 bereits erheblich. Für das laufende Geschäftsjahr setzt das Unternehmen alles daran, einen Verlust zu vermeiden.

Ende der Zuckermarktordnung: Preise dramatisch gesunken

Der Sprecher des Vorstands, Dr. Lars Gorissen, erläuterte die noch guten auf der Quotenzeit beruhenden Ergebnisse des letzten Geschäftsjahres. Er betonte aber, dass dies nun Vergangenheit sei. "Mit dem Ende der Zuckermarktordnung sind die Preise in der EU dramatisch gesunken. Das kommt nicht unerwartet und wir sind gut vorbereitet. Dennoch liegen schwere Zeiten vor uns. [...] Wir werden diese Tiefpreisphase durchstehen, denn wir sind finanziell solide aufgestellt."

Ziel sei es, die Kernmärkte in der EU zu sichern und auszubauen und neue Märkte in Europa sowie international zu entwickeln.

Zuckerrüben immer noch vorzüglichste Frucht

Im Vergleich zu anderen Kulturen seien Zuckerrüben auch nach der Quotenregelung nach wie vor die vorzüglichste Frucht auf den Betrieben.

Die neuen Vertragssysteme im Rübenanbau waren im ersten Anbaujahr ohne Quote stark nachgefragt:

  • Die Mengen wurden für die Anbaujahre 2017/18 und 2018/19 jeweils überzeichnet.
  • Auch im Bereich Öko-Rübenanbau sind zusätzliche Flächen unter Vertrag.  

Herausforderung: Verbot der Neonicotinoide

Das Verbot der Neonicotinoide und das geplante Verbot weiterer Herbizide stelle für den Rübenanbau allerdings eine starke Herausforderung dar. Nordzucker fordert eine Ausnahmeregelung für Neonicotinoide bei Zuckerrüben und für die genannten Herbizide Übergangszeiten, um Alternativen zu finden. 

Nachhaltigkeit und Effizienz als Wettbewerbsfaktor

Nordzucker sei laut eigenen Angaben führend im Bereich Nachhaltigkeit sowie Effizienz und setze hier Maßstäbe entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dazu zähle

  • die konsequente Optimierung der Qualität, der Logistik und Produktionsprozesse sowie
  • die Senkung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen. 

Die Hauptversammlung bekräftigte den Kurs des Unternehmens und entlastete Vorstand sowie Aufsichtsrat. Die Aktionäre stimmten dem Dividendenvorschlag von 1,20 Euro je Stückaktie mit sehr großer Mehrheit zu. Insgesamt werden rund 58 Millionen Euro ausgeschüttet. 

Plötzlicher Tod von Christian Koehler

Mit Ablauf der Hauptversammlung scheiden die Aufsichtsratsmitglieder Jochen Bosse und Dr. Harald Isermeyer aus dem Gremium aus. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Alexander Heidebroek (Gevensleben) sowie Bernd Schliephake (Rohrsheim) mit überzeugenden Mehrheiten.   

Im Anschluss an die Hauptversammlung traf sich der neu gewählte Aufsichtsrat der Nordzucker AG zu seiner konstituierenden Sitzung. Jochen Johannes Juister für die Aktionärsvertreter sowie Sigrun Krussmann für die Arbeitnehmervertreter wurden als Stellvertreter bestätigt.

Die Wahl des Vorsitzenden des Aufsichtsrats wurde aufgrund des plötzlichen und unerwarteten Todes von Hans-Christian Koehler bis auf weiteres ausgesetzt. Jochen Johannes Juister übernimmt als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender vorerst diese Aufgaben.

Mit Material von Pressemitteilung, Nordzucker AG

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