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Wirtschaft & Unternehmen

Parallelen in Wirtschaft und Sport: Immer das Ziel verfolgen

von , am
18.06.2014

Sein Ziel verfolgen und sich nicht vom Weg abbringen lassen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für nachhaltigen Erfolg im Sport- und Wirtschaftsleben. Dies war die zentrale Botschaft des Wirtschaftsforums "Niedersachsen und Bremen in Bewegung – was die Wirtschaft vom Sport lernen kann" vor rund 750 Teilnehmern aus der mittelständischen Wirtschaft im Hannover Congress Centrum.

"Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft", erklärte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil in seiner Rede "Mittelstand in Niedersachsen: Stärken, Chancen und Zukunftsfähigkeit". Nicht die großen DAX-Unternehmen prägen die niedersächsische Wirtschaft, sondern die kleinen und mittleren Unternehmen. Dabei betonte Weil drei Eckpfeiler für deren Erfolg: Neben wettbewerbsfähigen Standortkosten sei auch eine gute Infrastruktur entscheidend. Dazu zählen neben den klassischen Verkehrswegen Straße, Schiene und Wasser auch die elektronische Kommunikation, die durch den flächendeckenden Ausbau der Breitbandversorgung in Niedersachsen gesichert werden soll. Als dritten Eckpfeiler nannte Weil gute, qualifizierte Arbeitskräfte. Dabei liege ihm besonders die Vereinbarkeit von Familie und Beruf am Herzen, die er u. a. durch die Schaffung von Ganztagsschulen in ganz Niedersachsen bis 2018 fördern will.
 
"Am Ball bleiben und das Spiel steuern – das ist im Fußball wie in der Wirtschaft unverzichtbar", betonte Jürgen Wache, Sprecher der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Niedersachsen und Bremen, zuvor in seiner Begrüßungsrede. Für die Vereine sei es wichtig, sich an wirtschaftlichen Strukturen zu orientieren. Umgekehrt können Unternehmen Strategien in der Mitarbeiterführung übernehmen.
 
In seinem Vortrag unter dem Titel "Ist Erfolg planbar" erläuterte Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der Geschäftsführung von Borussia Dortmund, einige Erfolgsfaktoren für den Aufstieg des BVB. Zum einem sei es wichtig, ein komplettes Organisationskonzept zu entwerfen und umzusetzen. Dabei sollte man sich gewisse Benchmarks setzen und diese idealerweise auch einhalten. Zum anderen sei es wichtig, dass die Führungsriege schnelle Entscheidungen treffen könne und nicht jede Entscheidung langwierig durch Gremien gehen müsse. Als weiteres Erfolgsrezept nannte Watzke den Markenkern seines Vereins, dessen Spielphilosophie er als "echt" und "authentisch" charakterisierte.
 
Daraus sei die Aussage "Echte Liebe" abgeleitet worden, die heute auf jedem Schriftstück des BVB prange. Jede strategische Entscheidung falle unter die Prämisse: "Ist das authentisch, ist das echt?"
In der angeregten Gesprächsrunde unter dem Motto "Was die Wirtschaft vom Sport lernen kann" war Martin Kind, Hannover-96-Präsident, der Meinung, dass man Wirtschaft und Sport schwer miteinander vergleichen könne. Der Profisport habe es viel schwerer, weil er permanent in der Öffentlichkeit stehe. Aber wichtig sei für beide Bereiche, seine Ziele zu verfolgen. "Wenn man weiß, was man will, sollte man seine Ziele gezielt verfolgen und sich nicht vom Weg abbringen lassen." 
 
Sportpsychologe Prof. Dr. Jan Mayer erklärte: "Es gibt die Regel, dass es keine Regel gibt für den Erfolg. Was letztes Mal geklappt hat, muss dieses Mal nicht zwangsläufig wieder klappen."
 
Rückschlüsse aus der Vergangenheit funktionierten nicht, so Mayer. Als Erfolgsgeheimnis eines guten Trainers nannte Mayer "Passung und Mentalität: Nur wenn die Spieler und der Trainer zusammen passen und die gleiche Mentalität haben, ist die Mannschaft erfolgreich." Ein guter Trainer müsse Inspiration und Interaktion herstellen, damit das Team erfolgreich marschiere.
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