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Wirtschaft & Unternehmen

ROPA eröffnet neues Montagewerk

von , am
08.01.2015

Kürzlich eröffnete das niederbayerische familiengeführte Maschinenbauunternehmen ROPA sein neu erbautes Montagezentrum.

Über 30 Mio. Euro wurden seit Baubeginn in modernste Fertigungstechnik mit Kugelstrahl- und Pulverbeschichtungsanlagen investiert, für innovativen Maschinenbau nach höchsten Umweltschutz- und Qualitätsstandards. Mit den neu errichteten 2,7 ha umfassenden Werkshallen erweitert ROPA sein Firmengelände auf insgesamt 17 ha.
 
Als Technologieführer in der Hackfruchternte sucht das Familienunternehmen immer wieder neue Herausforderungen. Erklärtes Ziel von Firmengründer und Geschäftsführer Hermann Paintner war und ist es, die Langlebigkeit der Maschinen und insbesondere die Qualität der Lackierung im Rahmen der technischen Möglichkeiten zu optimieren. So wurden auf insgesamt 12.000 m² ein Lackierzentrum mit Kugelstrahl- und Beschichtungsanlagen errichtet. Die neuen Beschichtungsanlagen sind auf umweltfreundliche lösemittel- und emissionsfreie Pulverlacke ausgelegt. Aufgrund der hohen Schichtstärken von 60 bis 120 µm sind die eingebrannten Lacke gegen mechanische Beanspruchung wesentlich beständiger und bieten gegenüber Nass- und Tauchlackierverfahren eine deutlich größere Witterungs- und Säurestabilität.
 
Die teilautomatisierten Anlagen von Agtos und Rippert sind dimensioniert für Werkstücke bis zu 6 x 2 x 3 m (L x B x H) bei der Kleinteileanlage, sowie 10 x 3,5 x 4 m bei der Großteileanlage. Für eine optimale Lackhaftung werden die Maschinenkomponenten vor dem Beschichten mit Stahlkugeln und Granulaten gestrahlt, so dass Zunder und Flugrost sicher beseitigt werden. Aufgrund der dadurch entstehenden rauen Oberfläche kann sich der Lack regelrecht verzahnen, was zu einer wesentlich verbesserten Lackhaftung führt, insbesondere auch auf lasergeschnittenen Kanten.
 
Nach dem Strahlen werden die Bauteile entfettet, chemisch gereinigt, eisenphosphatiert und passiviert. Weiterhin erfolgt bei elektrostatischer Aufladung die Beschichtung, bevor die Lacke eine Stunde lang bei 200 °C eingebrannt werden. Die Grundlastversorgung mit Wärme wird über die eigene 550 kW Biogasanlage mit der Zuckerrübe als Hauptsubstrat bereitgestellt.
 
Für das Einbrennen der Lacke und zur Wärmeversorgung im Winter wurden weitere zwölf Hargassner Hackschnitzelöfen mit jeweils 200 kW Nennleistung (2,4 MW) installiert. Im zentralen 15.000 m² umfassenden Hallenkomplex hat ROPA optimale Voraussetzungen für fortan insgesamt vier Montagelinien geschaffen - für Maus, Panther, Tiger und Kartoffelvollernter vom Typ Keiler. Die Werkshallen der bisherigen Montagelinie werden dem Zentrallager zugeordnet. Bei deutlich verbesserter Logistik und sehr kurzen Wegen kann zukünftig noch effizienter und flexibler produziert werden.
 
Beidseitig zu den Fertigungsstraßen befinden sich die Vormontagestufen für Baugruppen wie Schlegleraggregate, Rodeeinheiten, Motor und Hydraulik sowie der Kabinenbau. Von Anfang an wurde bei der gesamten Planung der Fokus auf moderne und helle Arbeitsplätze gelegt. Schalldämmung, große Lichtfirste und eine ganzflächige Bodenheizung tragen einen wesentlichen Anteil dazu bei. Mit dem Neubau ist es der Familie Paintner gelungen, für die Mitarbeiter ein freundliches und angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen.
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