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Wirtschaft & Unternehmen

Saatzucht Flettmar wird zu raiwa

von , am
13.02.2013

Genossenschaft "Man soll die Zukunft planen und gestalten und nicht abwarten" – nach diesem Grundsatz hat der Landmaschinenhändler Mathias Ehrhorn aus Edemissen im Landkreis Peine schon vor zwölf Jahren gehandelt und sein Geschäft in die Genossenschaft Saatzucht Flettmar-Wittingen eG integriert. Nun hat sich die Genossenschaft, die ihre Sparten Landtechnik, Energie und Einzelhandel stark ausgeweitet hat, einen neuen, zeitgemäßen Namen gegeben.

raiwa eG heißt die Genossenschaft seit dem 1. Januar, die 900 Landwirten aus den Landkreisen Peine, Celle, Gifhorn und dem Altkreis Braunschweig gehört. "Nach intensiven Überlegungen haben wir uns im Dezember für diesen Namen entschieden", sagt Ehrhorn. Er legt Wert darauf, dass es sich bei den zwei Silben um keine Abkürzung, sondern um einen eigenen Namen handelt. Nach und nach werden der Name und das dazu passende Logo jetzt umgesetzt. Ergänzt wird es für die Aufgabenbereiche Landhandel, Landtechnik, Viehvermarktung, Energieversorgung und Raiffeisenmärkte mit dem jeweiligen Zusatz agrar, tec, vieh, energie und märkte.
 
Mit diesen Sparten hat sich die raiwa eG ganz auf die Bedürfnisse der Region ausgerichtet. In der Landtechnik bilden sich neben dem Gesamtprogramm regionale Schwerpunkte heraus: Nördlich der Autobahn 2 vor allem mit Beregnungstechnik für den Hackfruchtanbau und südlich der A 2 mit Bodenbearbeitungsgeräten und Sätechnik der Firma Horsch. Stärkste Traktoren- Marke in allen Gebieten ist Fendt mit einem Marktanteil, der deutlich  über dem Bundesdurchschnitt liegt. Außerdem werden unter anderem New Holland, Amazone, Grimme, Dammann angeboten.
 
Ehrhorn ist als Abteilungsleiter für den Landtechnikbereich verantwortlich. Der 56-jährige ist als Kind neben der Werkstatt in Edemissen aufgewachsen, die sein Großvater 1903 aufgebaut hat. "Ich habe das Klingeln des Ambosses noch im Ohr", erinnert er sich an die Jahre als dort noch Pferde beschlagen wurden. Heute macht die raiwa eG über alle Sparten rund 220 Millionen Euro Umsatz im Jahr, 480 Mitarbeiter sind bei ihr beschäftigt. In Edemissen ist die Ehrhorn Landtechnik GmbH zudem als reiner Deutz-Fachhändler geblieben.
 
Gewachsen ist der Landtechnikbereich der jetzigen raiwa vor allem durch die Integration der Landmaschinenhändler Hentis im Jahr 2007 im Raum Hildesheim-Peine und Wolter im Jahr 2013 im Raum Wolfsburg. Durch Wolter erschließen sich mit den Firmen Kubota und Carraro zudem neue Möglichkeiten im Bereich Kommunaltechnik. "Wir wollen zukunftsträchtige  Strukturen schaffen", begründet Ehrhorn diesen Expansionskurs.
 
Ihn begeistert vor allem die Symbiose aus Mensch und Technik. "Das ist eine hochspannende Branche", sagt  Ehrhorn. Er empfiehlt deshalb auch jedem Jugendlichen, sich seinen Betrieb einmal während eines Praktikums anzusehen. „Wir haben permanent 35 Auszubildende in der Landtechnik“, sagt er. Einschließlich Azubis sind 160 Mitarbeiter bei der raiwa im Bereich Landtechnik beschäftigt. Ausserdem  bietet die raiwa vielfältige Möglichkeiten zur Weiterbildung an. "Eine Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatronikers ist zukunftssicher", ist Ehrhorn  überzeugt. Denn eine starke Landwirtschaft brauche moderne Landtechnik.
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