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Wirtschaft & Unternehmen

Schröder-Gruppe und Claas trennen sich

von , am
28.01.2013

Der Landtechnik-Hersteller Claas und die im Landtechnik-Handel und -Service aktive Schröder-Gruppe werden nach langer erfolgreicher Zusammenarbeit getrennte Wege gehen.

Hintergrund sind unterschiedliche Vorstellungen beim Produktsortiment. Die Auflösung der Geschäftsbeziehungen wird zum 30. Juni 2014 erfolgen. Damit ist für beide Unternehmen und deren Kunden für die nötige Kontinuität gesorgt. Die Firmengruppe Schröder ist mit über 500 Mitarbeitern seit Jahrzehnten überregionaler Vertriebspartner für Landmaschinen. In allen 18 Standorten in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern werden dort, neben anderen führenden Herstellermarken, Traktoren der Marke Fendt sowie das gesamte Produktsortiment der Firma Claas vertrieben.
 
2005 nahm Schröder die Claas-Traktoren in das Vertriebssortiment mit auf. Doch, so heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Hause Schröder, poche der Hersteller aus Harsewinkel seit geraumer Zeit verstärkt auf die Exklusivität im Traktorenvertrieb. Dieses hätte für Schröder bedeutet, kurzfristig die fast 50-jährigen Vertriebsbeziehungen zum Hause Fendt/Agco beenden zu müssen. Doch man versichere, so Schröder weiter, dass man trotz dieser Kündigung weiterhin mit dem bekannten Servicepersonal und einer zuverlässigen Ersatzteilversorgung unverändert auch über den 30. Juni 2014 hinaus für Kunden und deren Maschinen tätig sein werden. Sicherlich seien starke Hersteller-Marken ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Landwirtschaft. "Aus unserer Sicht", erklärte Bernd Schröder, "sind aber leistungsfähige und einsatzfreudige Landmaschinen-Händler vor Ort mindestens genauso wichtig. Wir würden uns daher freuen, wenn unsere Kunden der Marke "Schröder" weiterhin das Vertrauen aussprechen, denn wir werden auch in Zukunft der bekannt verlässliche Partner der Landwirtschaft bleiben." Claas Kunden können sich, so Claas in ihrer Pressemitteilung, auch in Zukunft auf Service, Ersatzteilversorgung sowie interessante Neumaschinen-Angeboten verlassen. Dazu werde man ein neues Landtechnikzentrum an der Autobahn A1 sowie mehrere, daran angegliederte Niederlassungen errichten.
 
Alle Standorte werden Ersatzteilservice, Reparatur sowie Neu- und Gebrauchtmaschinen anbieten und mit qualifiziertem Personal aufwarten. In Ostdeutschland werden Vertrieb, Kundendienst und Ersatzteilversorgung durch Claas Händler organisiert. „Über viele Jahre gewachsene Strukturen zu verändern, ist nicht einfach. Gerade deshalb sollen alte und neue Claas Kunden von dieser Veränderung profitieren, indem wir alles daran setzen, bei Service, Ersatzteilversorgung sowie Neu- und Gebrauchtmaschinen in Zukunft noch kundennäher zu arbeiten. Gleichzeitig setzen wir damit unsere erfolgreiche Exklusivitätsstrategie fort“, so Jörg Sudhoff, Geschäftsführer der deutschen Claas Vertriebsgesellschaft.
 
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