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Schweinemast

Schweinehaltung: Für den vierten Weg zur Kastration

Schweinespielzeug
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Christa Diekmann-Lenartz, LAND & Forst
am
25.01.2018

Kastration mit Betäubung und Schmerzbehandlung: Die zwei niedersächsischen Unternehmen VzF und BHZP machen sich für den sogenannten vierten Weg stark.

Die betäubungslose Kastration ist ab dem 1. Januar 2019 in Deutschland verboten. Die Kastration mit Betäubung und Schmerzbehandlung, der sogenannte 4. Weg, könnte eine Alternative sein.

Die Unternehmen Vzf Uelzen und BHZP haben sich jetzt für den 4. Weg ausgesprochen. Vertreter des VzF übergaben eine entsprechende Petition an den Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Hermann Onko Aikens.

Unterschrieben ist die Petition von beiden Unternehmen, der Veterinärgesellschaft im BHZP und von 80 Tierarztpraxen. Allein von den Tierarztpraxen werden gegenwärtig rund 300.000 Sauen betreut.

Mit der Petition weisen Schweinehalter und Tierärzteschaft darauf hin, dass

  • die Lokalanästhesie und die postoperative Schmerzlinderung eine Möglichkeit darstellt, Tierschutz und Praktikabilität am effektivsten zu verbinden.
  • praktische Fragen noch zu klären sind, wie die Vornahme der Betäubung und der anschließenden Kastration inklusive der Frage, ob der Tierhalter selbst, ein Sachkundiger oder nur ein Tierarzt betäuben dürfen.
  • gegenwärtig noch kein zugelassenes Medikament für eine wirksame lokale Schmerzausschaltung vorliegt.

Staatssekretär Dr. Aeikens versicherte, dass sein Ministerium die Klärung der noch offenen Fragen in Bezug auf das Verfahren unterstütze.

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