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Wirtschaft & Unternehmen

Väderstad: Neues rund um die Tempo

von , am
23.09.2015

Väderstad präsentiert Neuerungen bei der Tempo: Ein Dosiergehäuse aus Aluminium, neue Düngerschare und die neue Tempo V für Dreipunktanbau. Aber auch an die Rapid und Spirit wurde mit dem neuen Saatgutsensor SeedEye gedacht.

Die Tempo V ist eine klappbare, im Dreipunkt anbaubare Maschine mit bis zu zwölf Reihen. Der Landwirt kann die Maschine auf einfach umstellen: z. B. von zwölf Reihen mit 45 cm Reihenabstand auf acht Reihen mit 75 cm Reihenabstand. Der Rahmen der Maschine ist so konstruiert, dass die Säaggregate und Düngerschare frei wählbar positioniert werden können. Auf demselben Rahmen kann auch eine ungerade Anzahl an Reihen montiert werden (z. B. neun Reihen mit 600 mm Abstand).
 
"Vielseitigkeit war das Leitmotiv in der Entwicklung", erläutert Lars Thylén von Väderstad. "Wir haben eine Präzisionssämaschine entwickelt, bei der sich die Säaggregate einfach versetzen lassen, sodass der Reihenabstand variabel gestaltet werden kann. Das Ergebnis ist eine Präzisionssämaschine, die leicht angepasst werden kann, sodass sich dieselbe Maschine zum Säen unterschiedlicher Saatgutsorten mit verschiedenen Reihenabständen nutzen lässt", so Thylén.
 
Präzision in jeder Situation
 
Es werden dieselben Säaggregate mit PowerShoot-Technik verwendet wie bei den anderen Tempo-Modellen. Diese ist gegenüber Vibrationen unempfindlich. Dadurch können Einzelkornsämaschinen bei hoher Geschwindigkeit säen. Durch den Schardruck von bis zu 325 kg ist es möglich, in jeder Situation zu säen – ob bei Direktsaat oder auf dem vorgearbeiteten Feld.
 
Die Tempo V ist in sieben verschiedenen Ausführungen verfügbar. Die Zahl der Säaggregate variiert je nach Modell zwischen sechs und zwölf Stück und die Arbeitsbreite liegt je nach Reihenabstand zwischen 4,3 m und 6,6 m.
 
Ab dem 2016er Modell wird die Tempo mit einem neuen Dosiergehäuse aus Aluminium ausgestattet sein. Das Gehäuse hat eine Entleerungsklappe, damit es sich beim Saatgutwechsel einfach reinigen lässt. In dem neuen Dosiergehäuse kann auch ein 22 mm-Aussaatsystem montiert werden, das z. B. für Saatgut von Kürbissen und großen Sonnenblumen geeignet ist.
 
Väderstad bringt außerdem eine neues Düngeschar auf den Markt. Die Schar ist kleiner. Dadurch kann sie bei einem Reihenabstand von 45 cm montiert werden. Die neue Düngerschar bietet verbesserte Möglichkeiten, unterschiedliche Tiefen einzustellen. Genau wie früher lässt sich die Düngerschar mit bis zu 150 kg belasten.
 
Saatgutsensor SeedEye 
 
Väderstad präsentiert mit dem Saatgutsensor SeedEye eine ganz neue und einzigartige Technik für die Sämaschinen Spirit und Rapid. Nun kann der Landwirt die Zahl der Saatgutkörner pro Quadratmeter ohne Abdrehprobe ganz einfach einstellen. SeedEye ist eine weitere Funktion von E-Control, dem bereits etablierten Kontrollsystem von Väderstad.
 
"Eine schnelle und genaue Bestimmung der Ausgabemenge wünschen sich Landwirte seit Jahrzehnten. Diese Lücke kann Väderstad nun mit der neuen Lösung SeedEye schließen", erklärt Crister Stark, Vorstandsvorsitzender bei Väderstad.
 
SeedEye bietet folgende Produktvorteile:
 
1.     Der Fahrer stellt die Zahl der Saatkörner pro Quadratmeter vom Fahrersitz aus ein. Somit gehört die übliche Abdrehprobe der Vergangenheit an. Dies spart Zeit und Mühe.
 
2.     Der Fahrer erhält über das iPad-Display in der Kabine vollständige Kontrolle über den Säverlauf. Wenn eine Säschar von der zulässigen, voreingestellten Varianz abweicht, ertönt ein akustisches Signal. Gleichzeitig wird die entsprechende Säschar auf dem Display rot markiert.
3.     Bei unterschiedlichen Saatgutsorten muss die Sämaschine nicht neu eingestellt werden. Denn SeedEye nimmt die Änderung selbstständig automatisch vor, wenn der Fahrer den Wert am Display ändert. So wird die Effizienz erhöht.
4.     Mehr Sicherheit beim Säen und erhöhten Komfort für den Fahrer, da der Fahrer mehr Überblick und Kontrolle hat als je zuvor.
 
Die Sensoren sind in den Saatgutschläuchen positioniert. Das Saatgut strömt an den Sensoren vorbei, die mit sechs Foto-Transistoren bestückt sind. Diese werden mit Infrarot-Licht bestrahlt. Wenn das Saatgutkorn den Lichtstrahl passiert, wird das Licht für sehr kurze Zeit unterbrochen und der Fototransistor registriert die Unterbrechung des Lichtstroms.
 
Die gesamte Zahl der Unterbrechungen wird registriert und verarbeitet. Somit kann die Ausgabemenge mit hoher Genauigkeit angegeben werden. Die Sensoren berechnen Raps mit 99 %iger Genauigkeit. Bei 250 Körnern pro Sekunde beträgt die Genauigkeit bei Weizen oder anderem Getreide ca. 98 % bis 99 % . Das System regelt die Genauigkeit automatisch und gleicht Staub und Schmutz, der sich in den Sensoren sammeln kann, aus.
 
Die gewünschte Ausgabemenge gibt der Fahrer in Form der Körnerzahl pro Quadratmeter im iPad ein, ohne vom Schlepper abzusteigen und die herkömmliche Abdrehprobe durchzuführen. Der Radar der Sämaschine misst ihre Geschwindigkeit und E-Control rechnet fortlaufend aus, ob die gewünschte Körnerzahl pro Quadratmeter (Sollwert) mit der von SeedEye gelieferten, tatsächlich ausgegebenen Menge (Istwert) übereinstimmt. Die Ausgabe erfolgt elektronisch und wird permanent gesteuert, um die gewünschte Ausgabemenge zu erhalten.
 
Möchte der Fahrer die Körnerzahl pro Quadratmeter ändern, wird diese Änderung nur im iPad eingegeben. Die Menge wird auf dem Display angezeigt. Mit voreingestellten Abstufungen, z. B. in 10 %-Schritten ist die Eingabe einfach. Die Sämaschine stellt die gewünschte Körnermenge pro Quadratmeter unabhängig von der Fahrgeschwindigkeit sofort ein und zeigt den tatsächlichen Wert an. Das System funktioniert mit oder ohne ISOBUS gleich gut.
 
SeedEye ist für die Sämaschinen Spirit R 300-400S, Rapid A 400-800S und Rapid A 600-800C vom Herbst 2016 an verfügbar.
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