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Mischfuttergeschäft

Weser-Ems: AGRAVIS und GS agri planen Mischfuttergesellschaft

GS-Agri-Raiffeisen-Mischfutter
GS Agri und die Raiffeisen stellten ihre Planungen vor: v.l. Heinz Fröhle, Engelbert Klövekorn, Heinz Neesen, Cord Schiplage, Hubertus Meyer. © Werkfoto
von , am
28.11.2017

Die GS agri eG in Schneiderkrug (Kreis Cloppenburg) und die AGRAVIS Raiffeisen AG prüfen in der Region Weser-Ems eine enge Zusammenarbeit im Mischfuttergeschäft.

Die GS Agri eG in Schneiderkrug (Landkreis Cloppenburg) und die Agravis Raiffeisen AG mit Sitz in Münster und Hannover wollen das genossenschaftliche Knowhow bündeln und im Mischfuttergeschäft enger zusammenarbeiten.

Geplant ist die Gründung von zwei Gemeinschaftsunternehmen:

  • eine Produktionsgesellschaft mit Sitz in Oldenburg und
  • eine Mischfuttergesellschaft mit Sitz in Schneiderkrug.

An den beiden Gesellschaften sollen dann auch die bereits an der heutigen AGRAVIS Kraftfutterwerk Oldenburg GmbH beteiligten 16 regionalen Raiffeisen-Genossenschaften Mitgesellschafter werden.

 

GS Agri und Agravis Raiffeisen planen fünf Standorte

An den beiden Gesellschaften sollen dann auch die bereits an der heutigen AGRAVIS Kraftfutterwerk Oldenburg GmbH beteiligten 16 regionalen Raiffeisen-Genossenschaften Mitgesellschafter werden.

Durch die angestrebte Zusammenlegung würde ein regionaler Mischfutterproduzent entstehen, der an fünf Standorten rund 1,3 Mio. Tonnen Mischfutter für alle Tierarten herstellt. Folgende Standorte sind geplant:

  • Leer,
  • Oldenburg,
  • Schneiderkrug,
  • Höltinghausen und
  • Garrel.

Die angestrebte Mischfuttergesellschaft übernimmt

  • den Einkauf und die Optimierung von Mischfutter sowie
  • die Beratung im Raum Weser-Ems.

Die Kooperation steht unter dem Vorbehalt der Gremienbeschlüsse in den Häusern sowie der Genehmigung durch das Bundeskartellamt. Die neuen Gesellschaften sollen im zweiten Halbjahr 2018 an den Start gehen.

Mischfuttergeschäft vor großen Herausforderungen

Andreas Rickmers, Vorstandsvorsitzender der AGRAVIS Raiffeisen AG, und Cord Schiplage, Geschäftsführer der GS agri eG, betonten in einer gemeinsamen Presseerklärung: „Wir sind davon überzeugt, dass die Bündelung des genossenschaftlichen Know hows bei der Produktion von Mischfutter sowie der Beratung und dem Portfolio der richtige Schritt ist, um der Landwirtschaft im Raum Weser-Ems dauerhaft ein leistungsstarker Partner zu sein.“

Gleichzeitig wiesen beide darauf hin, dass die Landwirte natürlich auch weiterhin das Mischfutter über die Genossenschaften beziehen.

Das Mischfuttergeschäft stehe vor großen Herausforderungen. Neben steigenden gesellschaftlichen Anforderungen wie etwa der GVO-freien Fütterung verweisen beide auf den Wettbewerbsdruck, der durch den Aufbau immer weiterer Kapazitäten bei perspektivisch sinkenden Tierzahlen zusätzlich verschärft werde.

Die Mitglieder der GS agri eG, die Gremien der AGRAVIS und die beteiligten Genossenschaften wurden gestern (27. November) über die beabsichtigte Zusammenarbeit informiert. Die Detailplanungen sollen nun weiter vorangetrieben werden.

 

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