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Wirtschaft & Unternehmen

Die Zukunft im Blick - der 11. Kartoffelfeldtag der NORIKA

von , am
16.09.2015

Auf den Flächen der Bohne-Meyer GbR präsentierte die NORIKA kürzlich im Rahmem ihres Kartoffelfeldtages neue und aufstrebende Kartoffelsorten für die Vermarktungsrichtungen: Speise-, Granulat-, Chips-, Pommes frites- und Stärkekartoffeln.

Die Veranstaltung wurde umrahmt von Präsentationen der agrochemischen Industrie, der Landwirtschaftsberatung sowie des Land- und Maschinenhandels.
 
Den Auftakt machte das Marktlagereferat, welches in diesem Jahr von Horst Hinrichs (Kartoffelvertrieb Hinrichs) für die nationalen und von Wolfgang Walter (Geschäftsführer NORIKA) für die internationalen Märkte bestritten wurde. Ergänzende Hinweise zur aktuellen Vermarktungssituation gab Dirk Elligsen (Elligsen Landhandel).
 
Zu den nationalen Märkten sagte Dirk Elligsen, dass Niedersachsen in diesem Jahr bereits zeitgleich mit der Pfalz festschalige Frühware anbieten konnte. Die Frühkartoffeln hätten mit Preisen von 40 bis 46 €/dt begonnen und seien später mit 28 bis 30 €/dt eingekauft worden. Der Anschluss würde sich jetzt etwas schwieriger gestalten aber noch immer sei das Preisniveau hoch.
 
Wolfgang Walter, Geschäftsführer der NORIKA, prognostiziert, dass der Süden in diesem Jahr als wichtiger Kartoffelkäufer in Erscheinung treten werde. Insbesondere die Erzeugung in Tschechien, Bulgarien und Rumänien hätte erheblich unter der Trockenheit gelitten.
 
Generell mahnte Walter zur Gelassenheit, die Märkte sollten genau beobachtet werden aber vor allem sollte man sich nicht auf waghalsige Spekulationen einlassen. Das Überschussgebiet werde den Preis machen - das wird Ware ab Niedersachsen zzgl. Transport sein. Die Landwirte sollten in dieser Saison vor allem kontinuierlich vermarkten. Aktuell sieht Walter gute Chancen, einen Teil der Mindererlöse aus der katastrophalen Vermarktungssaison 14/15 zu kompensieren.
 
Bei der anschließenden Führung durch die Schauparzellen wurden den Besuchern die aktuellen Schwerpunkte der NORIKA-Züchtung vorgestellt. Als wichtige neue Sorte für den Speisemarkt präsentierte sich Wega mit bester Schalenoptik und tiefgelber Fleischfarbe bei höchster Farbstabilität für die Frischverarbeitung. Die Sorte ist für die Nutzung sowohl im Packmarkt als auch in der Schälung gezüchtet worden. Somit bietet sie dem Landwirt als Rückversicherung immer mehre Vermarktungsoptionen. Hinzu kommen eine hohe Ertragsleistung und eine umfassende Resistenzausstattung.
 
Für das Frühkartoffelsegment hat die NORIKA mit der neuzugelassenen Paroli eine Hochleistungssorte hervorgebracht, die sich durch eine kräftig gelbe Fleischfarbe vom bisherigen Sortiment der Reifegruppe 1 absetzt. Durch einen höheren Stärkegehalt besticht Paroli darüber hinaus durch wesentlich verbesserte Speiseeigenschaften.
 
Als Antwort auf die aktuelle Debatte über eine behandlungsfreie Langzeitlagerung bietet NORIKA die Sorte Wendy, die in der aktuellen Bundessortenliste hinsichtlich der Keimfreudigkeit mit der Note 1 bewertet wurde. Die Schlafkünstlerin Wendy bietet neben besten Speiseeigenschaften die Möglichkeit, kritischen Kunden unbehandelte Lagerware bis in den Juni anzubieten.
 
An der Schauparzelle der Low-Input-Sorte Soraya wurde intensiv über die kommenden Restriktionen der novellierten Düngeverordnung diskutiert. Viele Landwirte müssen erst lernen, mit einer Sorte umzugehen, die nur 70 bis 90 kg/ha N benötigt. Mit der Umsetzung der Verordnung kann der Einsatz von Low-Input-Sorten neben neuen Düngeverfahren und stabilisierten N-Düngern eine Stellschraube für die Einhaltung der Vorgaben werden.
 
Für den Chipsbereich präsentierte die NORIKA die aufstrebenden Sorten Pelikan und Kiebitz. Während Pelikan Leistungs- und Qualitätseigenschaften ideal kombiniert, setzt Kiebitz hinsichtlich der Verarbeitung aus der Langzeit-Kaltlagerung höchste Qualitätsmaßstäbe. Beiden Sorten gemeinsam ist ein minimierter Acrylamidgehalt der Verarbeitungsprodukte. Als neue Sorte für den Pommes frites-Bereich wurde die großfallende Spezialsorte Tessa vorgestellt, die eine hervorragende Textur mit besten Backeigenschaften verbindet.
 
Auch bei der Resistenzzüchtung hat die NORIKA einen Schritt in die Zukunft getan. Mit der Nordlicht präsentierte das Züchterhaus eine neue hochleistungsfähige, pallida-resistente Stärkesorte mit Zweitnutzungseignung für die Granulatherstellung.
 
Mehr Infos unter www.norika.de
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