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Sperrfrist

Düngesperrfrist: Antrag auf Verschiebung bis 10. Oktober stellen

Gülle auf winterlichem Boden
Jelko Djuren, LWK Niedersachsen
am
10.09.2018

Auch Niedersachsens Landwirte dürfen ab 1.11. auf Grünland keine Dünger mit wesentlichen Stickstoff-Gehalten ausbringen. Die Sperrfrist kann verschoben werden.

Gemäß der Düngeverordnung gilt auch in Niedersachsen eine Sperrfrist für die Ausbringung von Düngemitteln mit wesentlichem Gehalt an Stickstoff:

  • Auf Grünland und Flächen mit mehrjährigem Feldfutterbau ist die N-Düngung vom 1. November bis zum 31. Januar verboten.
  • Der Verbotszeitraum setzt damit zwei Wochen früher ein als nach der alten Verordnung.

Betroffene Düngemittel und Feldfutterbau

Das Kriterium "wesentlicher Gehalt an Stickstoff" ist erfüllt, wenn, bezogen auf die Trockenmasse, mehr als 1,5 % Gesamtstickstoff im Düngemittel vorliegen. Betroffen sind alle stickstoffhaltigen Düngemittel wie

  • N-Mineraldünger
  • Gülle
  • flüssige und feste Gärreste
  • Klärschlämme
  • Geflügelmiste
  • und Geflügelkot.

Als mehrjähriger Feldfutterbau gelten Flächen, auf denen bereits vor dem 15. Mai 2018 Futtergräser bzw. Gras-Leguminosengemenge angesät wurden. Gräser, die erst im Sommer 2018 nach der Hauptfrucht gesät wurden, fallen nicht darunter.

Sperrfrist verschieben

Die Düngeverordnung lässt es zu, die Sperrfrist zu verschieben, wenn Boden- und Gewässerschutz dem nicht entgegenstehen. Das gilt aber nur noch auf Grünland und Flächen mit mehrjährigem Feldfutterbau.

Auf Ackerland ist die Verschiebung grundsätzlich nicht möglich, mit folgender Begründung:

  • Die Sperrfrist beginnt ab der Ernte der letzten Hauptfrucht, die Dauer der Sperrfrist darf nicht verkürzt werden und eine Verschiebung auf einen Termin "zwei Wochen vor der Ernte der Hauptfrucht" ist unmöglich.

 

LWK als Ansprechpartner

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen ist nach Landesrecht die zuständige Stelle für eine Fristverschiebung. Sie lässt auf Antragstellung die Vorverlegung der Sperrfrist um zwei Wochen zu.

Bei einer Vorverlegung auf Grünland beginnt die Sperrfrist am 16. Oktober und endet am 15. Januar einschließlich. So wird eine bodenschonende Ausbringung bei gleichzeitiger Minimierung des Stickstoffverlustrisikos gewährleistet.

Sperrfristverlegung nur für Einzelbetrieb

Interessierte Betriebsleiter können ab dem 10. September einen Antrag bei der LWK stellen. Aus rechtlichen Gründen kann eine Genehmigung der Sperrfristverlegung nur für einen Einzelbetrieb erteilt werden, nicht etwa für alle Landwirte einer Region oder eines Landkreises. Folgendes ist wichtig:

  • Ale notwendigen Voraussetzungen für eine Verschiebung sowie die notwendigen Formulare finden Sie auf der Homepage der Kammer.
  • Die Formulare können direkt am PC ausgefüllt und online an die Adresse sperrfrist@lwk-niedersachsen.de der LWK übermittelt werden.
  • Eine Antragstellung per Fax oder Post ist ab jetzt nicht mehr möglich.
  • Damit gewährleistet ist, dass die Sperrfrist nicht verkürzt wird, muss der Antrag vor Beginn bis zum 16. Oktober 2018 genehmigt sein.
  • Um dies sicherzustellen, muss der Antrag spätestens bis zum 10. Oktober 2018 gestellt werden.
  • Wer die Antragsvoraussetzungen erfüllt, erhält von der LWK eine schriftliche Genehmigung. Diese Genehmigung kann grundsätzlich nur für ein Jahr erteilt werden.
  • Die Bearbeitung der Anträge kostet eine Gebühr von 50 Euro.

Weitere Einzelheiten bei: Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Jennifer Trebels, 0441/801-235, Jelko Djuren, 0441/801-775, sperrfrist@lwk-niedersachsen.de

Der Düngersteuer für den Frontanbau in Bildern

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