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Geflügelhaltung

Masthähnchen: Proteinreduziert füttern

Masthähnchen am Futterautomaten
Dr. Peter Hiller Mathias Klahsen und Jule Schättler LWK Niedersachsen
am
20.06.2017

Düngeverordnung und TA-Luft fordern einen reduzierten Ammoniakanfall. Wie Sie das Futter Ihrer Masthähnchen darauf abstimmen, lesen Sie in der LAND & Forst 24/17.

Es gibt verschiedene Lösungsansätze, Ammoniakemissionen in der Hähnchenmast zu reduzieren, so wie es Düngeverordnung und TA Luft fordern. Insbesondere Niedersachsen muss sich dieser Herausforderung stellen, da die Veredlungsdichte in einigen Regionen sehr hoch ist und Nährstoffüberschüsse anfallen.

Derzeit wird viel über die Mast von Bruderhähnen, das Dualhuhn oder langsam wachsende Rassen diskutiert. Die Mast dieser Tiere hat durch die deutlich schlechtere Futterverwertung mit Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung wenig zu tun. Ethisch vielleicht begrüßenswert, sind sie bezüglich der Nährstoffsituation in den Veredelungsregionen jedoch kontraproduktiv.

Proteine im Hähnchenfutter reduzieren

Eine Möglichkeit zur N-Reduzierung sind moderne Abluftreinigungstechniken. Sie sind aber sehr kostenintensiv, die finanzielle Belastung kann von vielen Betrieben nicht getragen werden. Der Fokus liegt deshalb auf geeigneten Indoor-Maßnahmen.

Die LWK Niedersachsen untersucht bereits seit einigen Jahren die Auswirkungen einer proteinreduzierten Fütterung in der Hähnchenmast in Praxisbetrieben. Hier die Versuchsergebnisse in der Übersicht:

  • Auch bei konventionellen Mastherkünften kann Nachhaltigkeit, Tierschutz und Umweltschutz über die Fütterung betrieben werden.
  • Eine proteinärmere Fütterung zur Reduzierung des N-Anfalls kann funktionieren, ohne die Mastdauer zu verlängern.
  • Dabei wird die allgemeine Fitness und die Fußballengesundheit durch einen stabileren Darm positiv beeinflusst.
  • Ein Kompromiss muss eingegangen werden: Der Anteil Brust ist ca. 5 % niedriger.
  • Ob dieser Weg in Zukunft ein realistischer Kompromiss sein kann, muss jeder Betriebsleiter selbst entscheiden.
  • Doch auch die N-Reduzierung ist kein Selbstläufer. Wie immer entscheidet das Management, die Sach- und Fachkunde sowie die Intensität der Tierbetreuung über den Erfolg.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 24/2017 ab Seite 38. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

Was müssen Sie zum Thema Düngeverordnung wissen? Alle Artikel in den LAND & Forst-Printausgaben zur Düngeverordnung bieten wir zum Herunterladen in einer Übersicht an. Klicken Sie hier...

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