Frühkartoffelanbau Frühkartoffeln aus Niedersachsen: Niedrige Preise schmerzen Anbauer

Frühkartoffeln in Mengen © Mühlhausen/landpixel Bild vergrößern
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Kein leichtes Jahr für Frühkartoffelanbauer: Im Frühjahr langanhaltende Nachtfröste, dann die Trockenheit und nun gibt es seit Wochen ein Preisproblem.

Die Frühkartoffelanbauer müssen in diesem Jahr einige Probleme meistern: Erst haben langanhaltende Nachtfröste ihnen zu schaffen gemacht, dann kam die Trockenheit und nun gibt es seit Wochen ein Preisproblem.

Davon ist auch die Schulze GbR aus Ohrdorf bei Wittingen im Landkreis Gifhorn betroffen. "Im Vergleich zum Vorjahr mit über 40 €/dt ist schon der Start ins Vermarktungsjahr bei Frühkartoffelpreisen von gut 20 €/dt sehr enttäuschend verlaufen", berichtet Henning Schulze.

Überangebot an Frühkartoffeln

Das führt er auf ein Überangebot zurück, denn zum Start der Frühkartoffelvermarktung lag noch viel qualitativ gute Altware in den Regalen: Zusätzlich haben auch Importe aus Spanien und Israel den Markt belastet.

Die Folge waren schwache Einstandspreise und eine schleppende Vermarktung, insbesondere von freier Ware. Und das zieht sich durch die Frühkartoffelsaison, die in etwa einer Woche am 10. August endet.

Frühkartoffelanbauer haben nichts zu verschenken

Die Händler, so Landwirt Schulze, sind aber bereits jetzt auf Tauchstation gegangen: Sie wollen in Erwartung sinkender Preise beim Eintritt in die Haupternte nicht mehr zu viel bezahlen und warten ab.

Nur wer bereit ist, für 18 €/dt zu verkaufen, komme zurzeit zum Zug.  „Wir haben aber nichts zu verschenken und verkaufen nicht zu jedem Preis“, verdeutlicht Schulze die Situation.